Geilenkirchen: Verkehrschaos in Geilenkirchen: „Die Lage hat sich entspannt"

Geilenkirchen: Verkehrschaos in Geilenkirchen: „Die Lage hat sich entspannt"

Stundenlange Staus auf den Zufahrtstraßen zur Nato-Airbase, dazu weitere Wartezeiten an den Eingängen zum Teverener Flugplatzgelände: Am Samstag ging rund um Geilenkirchen zeitweise gar nichts mehr. Wer zum Jubiläum des Nato-Verbandes wollte, musste richtig viel Geduld mitbringen.

"Eine Frechheit" oder "grottenschlechte Organisation", das waren noch Kommentare der harmloseren Art, die Nutzer in den Sozialen Netzwerken posteten. Familien kehrten um, weil die Kinder es nach mehreren Stunden des Wartens nicht mehr im Auto aushielten. Von einem "enorm hohen Verkehrsaufkommen" sprach Karl-Heinz Frenken, Sprecher der Heinsberger Polizeibehörde, am frühen Nachmittag.

Da war das Schlimmste schon überstanden. "Im Moment sieht es so aus, als würde der Verkehr schneller abfließen", erklärte Frenken. Er führte die chaotischen Zustände auf einen unerwartet hohen Besuch zurück, der "wohl vom Veranstalter im Vorfeld so nicht erwartet worden war". Im Gespräch mit dem Nato-Verband sorgte die Polizei dafür, dass es an den Nahtstellen schneller vorwärts ging. Beispielsweise seien Zufahrten mit vorher einspuriger Verkehrsführung auf zwei Spuren erweitert worden. Diese engen "Nadelöhre", so Frenken, hätten auf den Hauptadern B221 und B56 für enorm lange Rückstaus gesorgt.

Die Polizei sei im Gespräch mit den Veranstaltern, wie man das Verkehrsproblem weiter entzerren könne, sagte Frenken. Vom Flugplatz war zu erfahren, dass mittlerweile zwischen Teveren und Grotenrath ein zusätzlicher Parkplatz eingerichtet worden sei. Frenken mahnt Anreisende am Samstagnachmittag sowie am Sonntag dennoch, sich "auf Wartezeiten einzurichten."

„Die Lage hat sich entspannt. Durch die enge Zusammenarbeit mit der Polizei ist die Lage unter Kontrolle“, erklärte Brigadegeneral Karsten Stoye, Kommandeur des Awacs-Verbandes, kurz nach Mittag und warb um Verständnis: „Wir müssen eine Balance finden zwischen der Sicherheit einerseits und dem Erlebnisempfinden der Bürger andererseits“, sagte er.

Schließlich könne man nicht alle Besucher ohne Kontrolle passieren lassen, damit es schnelle gehe. Waren die Wartezeiten einmal überwunden, erwartete die Besucher ein buntes Programm. Mehr als 60 Flugzeuge und Hubschrauber, eine Militärausstellung und viel Musik sorgten für kurzweilige Stunden auf dem Flugplatz. Viele Nationen präsentierten ihre besonderen kulinarischen Köstlichkeiten oder warben für sich als Urlaubsland.