Geilenkirchen: Verfügungsfonds hilft bei Weihnachtsbeleuchtung

Geilenkirchen: Verfügungsfonds hilft bei Weihnachtsbeleuchtung

Bei seiner Mitgliederversammlung hat der Aktionskreis Geilenkirchen ein Konzept vorgestellt, nach dem ein von der öffentlichen Hand aufgelegter Verfügungsfonds zur Finanzierung der neuen Weihnachtsbeleuchtung in 2011 beitragen könnte.

Das Land NRW beteiligt sich, ebenso wie die Städte, zur Hälfte an einem Verfügungsfonds „Stadtinitiativen” zur Strukturförderung. Die andere Hälfte bringen private Sponsoren auf. Der Fonds ist für die Attraktivitätssteigerung beziehungsweise die Verbesserung der Infrastruktur von Innenstädten gedacht. „Der Aktionskreis schlägt einen Verfügungsfonds von 60.000 Euro vor”, sagte Schatzmeister Arno Plum. Wobei diese angedachten 60.000 Euro über drei Jahre verteilt in Anspruch genommen werden. Die Stadt Geilenkirchen ist für die Verwaltung des Fonds zuständig.

Von den 60.000 Euro würden 30.000 Euro für investive Kosten von der öffentlichen Hand, aufgeschlüsselt in 18.000 vom Land und 12.000 von der Stadt zur Verfügung gestellt. 20.000 der restlichen 30.000 Euro sind bereits durch Sponsoren abgesichert, so dass am Ende noch 10.000 Euro vom Aktionskreis getragen werden müssen. „Bei angenommenen Investitionskosten von 30.000 Euro für die Weihnachtsbeleuchtung hätte der Verfügungsfonds dem AK eine Ersparnis von 20.000 Euro eingebracht”, rechnet Schatzmeister Arno Plum vor. Nach diesen Argumenten konnten sich die AK-Mitglieder schnell mit dem Gedanken, am Verfügungsfonds teilzunehmen, anfreunden.

Geschäftsführer Rüdiger Strübig ging die Zukunft der Gewerbefeste an, über die man sich Gedanken machen sollte. Von einem zusammenhängenden Gewerbefest müsse man sich wohl verabschieden, dafür lägen die drei Bereiche Niederheid, Selka und Fürthenrode zu weit auseinander.

„Für die Zukunft sollten wir über ein Frühlingsfest in Niederheid und ein Herbstfest in Fürthenrode nachdenken”, schlug Strübig vor. Die Mitglieder waren sich nicht sicher, ob die Arbeiten am Bauabschnitt 2 der Innenstadterneuerung im September 2011 beendet sein würden. Der erste Bauabschnitt hätte aufgrund von Unwägbarkeiten Verzögerungen mit sich gebracht und „gebranntes Kind” scheue bekanntlich das Feuer. Ob die Bauarbeiten zum Stadtfest im September 2011 abgeschlossen sein würden, könne angezweifelt werden.

Diese Befürchtungen führten dazu, dass sich die Mehrheit der anwesenden Mitglieder dafür aussprach, im kommenden Jahr neben den weiteren bekannten Veranstaltungen im Herbst nur das Weinfest auf dem Friedlandplatz und kein Stadtfest durchzuführen. Der AK möge aber Überlegungen anstellen, ob es nicht sinnvoll sei, zur Eröffnung des neuen Einkaufszentrums am 1. November 2011 ein gemeinsames Fest zu feiern.

Diskussionsbedarf gab es auch beim Thema „Trittbrettfahrer”. Immer wieder würden Nichtmitglieder die Verkaufsoffenen Sonntage des Aktionskreis nutzen, um vor ihren Geschäften Stände mit Waren oder Buden aufzubauen - ohne dafür zu bezahlen. „Der Aktionskreis erhält für die Verkaufsoffenen Sonntage die Marktrechte, auch für die Gehwege bis zur Ladentüre”, machte Rüdiger Strübig klar. Wie auch in anderen Städten praktiziert, solle der Aktionskreis diesen Geschäftsleuten zukünftig eine Rechnung schicken. Dies wurde von der Mehrzahl der anwesenden Mitglieder befürwortet.

Zum Abschluss der Versammlung wurde noch einmal kurz der Bauabschnitt 2 der Innenstadterneuerung vorgestellt.