1. Lokales
  2. Geilenkirchen

Übach-Palenberg: Verärgerung über Weinhold-Schreiben

Übach-Palenberg : Verärgerung über Weinhold-Schreiben

Bürgermeister Paul Schmitz-Kröll wollte nicht noch mehr Öl ins Feuer gießen.

Und hielt sich bei der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am Dienstagabend bedeckt. Die CDU-Fraktion hatte ein paar klärende Sätze des Bürgermeisters gefordert zum Schreiben der UWG-Vorsitzenden Corinna Weinhold an Landrat Karl Gruber.

Darin mutmaßt diese - wie berichtet -, dass es bei der Stadtratssitzung, bei dem der Grundstücksverkauf für den Plus-Markt in Palenberg perfekt gemacht wurde, offenbar nicht mit rechten Dingen zugegangen sei.

Sie bittet zugleich den Kreis Heinsberg als kommunale Aufsichtsbehörde, Schaden von der Stadt Übach-Palenberg abzuwenden.

„Sicher ist es nicht üblich, den Notarvertrag bei Ratssitzungen vorzulegen, doch stellt sich die Frage, ob die Stadt aufgrund einer bestimmten Passage nicht Gefahr läuft, zusätzliche Beiträge zahlen zu müssen”, erklärte CDU-Fraktionschef Günter Weinen und beantragte Aufklärung.

Warten auf Bericht

„Warten wir den Bericht der Kommunalaufischt ab, die muss zunächst ihre Arbeit machen dürfen”, erwiderte Schmitz-Kröll. Der Erste Bürger zeigte kein Verständnis für das Handeln der Stadtverordneten Weinhold: „Dass sie sich in einem schwebenden Verfahren von selbst an den Landrat wendet, überrascht micht schon.” „Aber da soll sich jeder sein eigenes Bild machen”, kommentierte er den Schritt der UWG.

Im aktuellen Schwebezustand fange man nicht an, „scheibchenweise nachzulegen”. Und er sei nicht willens, auf jeden einzelnen Anwurf zu reagieren: „Ich sammele die Punkte und werde zu gegebener Zeit etwas zu der Angelegenheit sagen”, vertröstete der Bürgermeister, der sich durch das Schreiben an die Kommunalaufsicht nach eigenem Bekunden diskreditiert fühlt, die Ausschussrunde.

Der Fall, soweit der abschließende Kommentar des Bürgermeisters, lasse sich schnell und leicht auflösen.

„Eine tolle Sache”

Heiner Weißborn, Fraktionsvorsitzender der SPD, war verärgert über die „merkwürdige” Art und Weise, wie er von der Existenz des Weinhold-Schriebes erfahren habe: „Es ist schon eine tolle Sache, wenn ich von der Presse erfahre, was Frau Weinhold geschrieben hat. Der Inhalt gehört in den nichtöffentlichen Teil einer Sitzung.”

Corinna Weinhold, derart attackiert, wehrte sich: „Ich war nicht daran interessiert, das Schreiben öffentlich zu machen.”

Ihr sei es einzig darum gegangen, die Vorsitzenden der Ratsfraktionen über ihren Briefverkehr mit dem Landrat in Kenntnis zu setzen.