Übach-Palenberg: „Urlaubsvertretung” Marjan Plohl feiert ein rundes Jubiläum

Übach-Palenberg: „Urlaubsvertretung” Marjan Plohl feiert ein rundes Jubiläum

Pfarrer Marjan Plohl aus Kotlje in Slowenien ist in den Pfarreien Übach-Palenbergs von Boscheln bis Scherpenseel inzwischen bestens bekannt. In diesem Sommer feiert er ein kleines Jubiläum, denn bereits 20 Jahre ist er die „Urlaubsvertretung” in Sachen Seelsorge in der Gemeinschaft der Gemeinden (GdG) Übach-Palenberg.

Damit seit zwei Jahrzehnten reist er aus seiner rund 1000 Kilometer entfernten Heimatpfarre „St. Marjeta” an, um in seinem Urlaub in sechs Übach-Palenberger Pfarren mächtig Arbeit zu investieren.

„Von Gott gewollte Sendung”

„Die seelsorgerische Tätigkeit in meinem Urlaub ist für mich die Erfüllung meiner von Gott gewollten Sendung”, betont er. Die Tour von und zu seiner verwaisten Heimatpfarre ist für ihn keine Strapaze, sondern eine reizvolle Abwechslung. „Was mich zu meinem Engagement bewegt? Es ist das Gefühl, Liebe zu schenken, anderen zu helfen und beizustehen, ihnen Mut zu machen. Ein weiteres Moment, das mich reizt, ist, stets Neues zu erfahren und zu entdecken”, sagt er.

Am Samstag, 15. August, geht zum 20. Male eine erlebnisreiche dreiwöchige Mission für Pfarrer Plohl zu Ende. Als frisch geweihter Priester begann der 1990 auf Vermittlung von Pastor P. Heinrich Spelthan in Übach-Palenberg an St. Dionysius Frelenberg mit der Urlaubsvertretung.

Pater Spelthan hatte bei einer Tagung in Mönchengladbach den Professor von Marjan Plohl, Dr. Joze Urbanic, kennengelernt und diesen um eine Aushilfe während der Ferienzeit in Frelenberg gebeten.

Den damaligen Kaplan schlossen die Jugend Frelenbergs, aber auch die gesamte Gemeinde rasch ins Herz. Verständlich, dass sich ob seiner sportlichen Aktivitäten und seines freundlichen Wesens rasch Freundschaften entwickelten. Plohl ist Kolping-Nationalpräses von Slowenien mit drei Diözesen.

1995 übernahm er als Pfarrer in Kotlje die Gemeinde St. Marjeta mit 2000 Katholiken, in der es mit etlichen Ehrenamtlern ein reges Leben gibt. Während seines Aufenthaltes in der Gemeinschaft der Gemeinden Übach-Palenberg wird seine Heimatpfarre stets allsonntäglich von einem pensionierten Pfarrer seelsorgerisch betreut. Übach-Palenberg hofft, dass er trotz der Veränderungen durch die Fusion auch in den kommenden Jahren in der Stadt zu Gast sein wird.

Ökumenische Trauung

Neben den Sonntagsgottesdiensten in den sechs Gemeinden Übach-Palenbergs lebte er auch einmal mehr die Ökumene. Gemeinsam mit Pastor Sebastian Schade nahm er in der evangelischen Christuskirche Frelenberg jüngst eine ökumenische Trauung vor, die sein Tätgikeitsfeld neben einer Taufe, einer Hochzeit und einer Beerdigung ergänzte.

Bevor er sich am Samstag auf die Heimreise macht, ist er auf Einladung von Bürgermeister Paul Schmitz-Kröll zu Gast beim Bundesligaspiel des 1. FC Köln im Rhein-Energie-Stadion.

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