Geilenkirchen-Lindern: Unterschriften gegen Windräder: Bürger fürchten um ihre Gesundheit

Geilenkirchen-Lindern: Unterschriften gegen Windräder: Bürger fürchten um ihre Gesundheit

Am Rande der idyllischen Ortschaft Lindern lebt Sandra Laumen mit ihrer Familie. Wenn sie aus dem Küchenfenster in Richtung Beeck blickt, genießt sie die Aussicht auf die unendliche Weite der Felder und Wiesen. Wenn ihr Blick allerdings auf die Pläne der Stadt Geilenkirchen fällt, treiben diese Zornesröte in ihr Gesicht.

Hier nämlich will ein Geilenkirchener Investor vier bis fünf Windräder errichten. Jetzt schon hat Sandra Laumen ebenso wie viele Linderner und Beecker Bürger die Nase gestrichen voll: „Irgendwie ist jetzt schon jedes Gebiet von Lindern von einer der Ansammlungen betroffen”, beklagt Sandra Laumen.

Derzeit sammeln Beecker und Linderner Bürger mit Unterstützung der beiden CDU-Ortsverbände Unterschriften. Rund 300 Namen sind hier schon verzeichnet, weitere sollen bis Dienstag, 25. Mai, folgen. An diesem Tag nämlich will Sandra Laumen die Liste Bürgermeister Thomas Fiedler übergeben. Es ist nicht nur der Anblick der Räder, den viele Menschen in der Linderner und Beecker Region stören. Nein, es sind auch gesundheitliche Schäden, die manche befürchten.

Sandra Laumen weiß, wovon sie redet. Immerhin ist Dr. Sandra Laumen wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Hochschule Niederrhein in Krefeld und forscht hier seit neun Jahren im Arbeits- und Gesundheitsschutz. Die Absolventin eines Wirtschaftsingenieur-Studiums und promovierte Psychologin weist in Lindern auf die „wechselnden Lichtverhältnisse” des Schlagschattens der Windräder hin. „Durch den ständigen Hell-Dunkel-Abgleich haben viele Menschen ein ständiges Flimmern vor den Augen. Schwindel, Kopfschmerzen und Ermüdungserscheinungen sind die Folgen. Im Winter lassen viele die Rollos runter, um die Belastung zu vermeiden. Aber gerade im Winter braucht der Mensch Licht.”

Auf ihrer Terrasse kann sie sich nicht mehr erholen. Sicherlich, so räumt sie ein, würden die gesetzlichen Lärmgrenzen eingehalten. „Und trotzdem wird hier über Kopfschmerzen, Anspannung und Schlafstörungen geklagt”, sagt sie.