Geilenkirchen: Unfallschwerpunkt: Ampel soll bei Teveren den Verkehr regeln

Geilenkirchen: Unfallschwerpunkt: Ampel soll bei Teveren den Verkehr regeln

Voraussichtlich im Sommer wird an der Kreuzung Chorherrenstraße/L 42 in Teveren eine Ampelanlage installiert. Grund dafür ist eine Empfehlung der Unfallkommission, bestehend aus Vertretern des Kreises Heinsberg, der Kreispolizei und Straßen.NRW als Baulastträger aus dem Jahr 2013.

Die Unfallkommission hatte diese Kreuzung als Unfallschwerpunkt eingeordnet, die Stadt Geilenkirchen hatte im Oktober 2014 auf Empfehlung der Unfallkommission hin als Untere Straßenverkehrsbehörde die Installation einer Ampelanlage angeordnet.

„Eine Stadt kann nur Verkehrszeichen, wozu auch Ampelanlagen zählen, anordnen. Kreisverkehre müssen vom Straßenbaulastträger angeordnet werden“, erklärt Markus Mönter, Technischer Beigeordneter der Stadt Geilenkirchen.

Bei der Ampelanlage, die den Verkehr in Richtung Geilenkirchen, Nato-Flugplatz, Teveren und Scherpenseel regeln soll, handelt es sich laut Mönter um eine voll verkehrsabhängig gesteuerte Anlage, die die Verkehrsströme erfasst. Ob anstelle der von der Stadt angeordneten Ampelanlage ein Kreisverkehr gebaut wird, entscheide jeweils der Straßenbaulastträger. In diesem Fall hat sich Straßen NRW für die Ampelanlage entschieden. „Die Installation einer Ampel ist günstiger“, sagt Mönter.

Erfreut, dass die Ampelanlage im Sommer errichtet wird, zeigt sich Teverens Ortsvorsteher Hans-Josef Paulus. „Seit 30 Jahren fordern wir die Ampelanlage, ich bin immer wieder bei der Stadt vorstellig geworden. Jetzt wird endlich dieser Unfallschwerpunkt beseitigt.“ Gleichzeitig ordnet die Stadt Geilenkirchen an, die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf der L 42 aus Richtung Scherpenseel kommend von 70 km/h auf 50 km/h zu reduzieren.

Trotz alledem wird sich der Umwelt- und Bauausschuss am Dienstag, 18 Uhr, mit diesem Thema beschäftigen. Die Fraktion „Geilenkirchen bewegen! und FDP“ hat nun genau auf dieser Kreuzung die Errichtung eines Kreisverkehrs beantragt.

Wie gefährlich diese Kreuzung, die morgens und am Nachmittag jeweils von weit über 1000 Fahrzeugen befahren wird, ist, weiß auch deren Fraktionschef Wilfried Kleinen: „Im besagten Kreuzungsbereich fallen regelmäßig Verkehrsteilnehmer mit überhöhten Geschwindigkeiten im Rahmen von Verkehrsüberprüfungen auf. Des Weiteren kommt es in diesem Bereich häufig zu Unfällen und gefährlichen Situationen, da der gebogene Straßenverlauf der L 42 für Verkehrsteilnehmer, aus Richtung Chorherrenstraße kommend, schwer einsehbar ist“, begründet er den Antrag.

Allerdings komme es in diesem Bereich gerade in den Morgen- und Abendstunden für Verkehrsteilnehmer, die aus Richtung Teveren und Scherpenseel kommen, zu erheblichem Rückstau. Aus diesem Grund sei eine Ampelanlage an dieser Kreuzung nicht zielführend, da zwar der Verkehrsfluss entschleunigt würde, das Rückstaupotenzial aber weiter bestehen bleibe. Ein Kreisverkehr verringere das Unfallrisiko und erhöhe den Verkehrsfluss aus allen Richtungen kommend.

Die Verwaltung schlägt nun angesichts des kurfristig anstehenden Installation der Ampelanlage vor, „von einer Planung eines Kreisverkehrsplatzes abzusehen“.