Geilenkirchen-Bauchem: Umgestaltung des Johann-Plum-Platzes: Schön und dennoch günstig?

Geilenkirchen-Bauchem: Umgestaltung des Johann-Plum-Platzes: Schön und dennoch günstig?

Die Mitglieder des Fördervereins der Ortsvereine Bauchem (FVB) wollen den Johann-Plum-Platz „wieder zu einem echten Zentrum für die Bürger machen“. Seit 2011 nimmt der Plan für eine Umgestaltung immer konkretere Züge an. Über den aktuellen Stand der Dinge konnten sich nun Bürger in der Anita-Lichtenstein-Gesamtschule informieren.

Zu der offenen Versammlung waren 17 Bürgerinnen und Bürger gekommen, die sich von Ortsvorsteher Johannes Henßen mögliche Entwürfe und Vorgehensweisen erklären ließen. Dabei kam auch die derzeit größte Problematik zu Worte: die Finanzierung.

Gemeinsam mit Markus Mönter (hinten links), technischem Beigeordneten der Stadt, und Johannes Henßen vom Förderverein (hinten rechts) diskutierten Bürger über die mögliche Umgestaltung des Johann-Plum-Platzes. Foto: Andrea Schever

Für die Umgestaltung im Sinne eines Konzeptes, das ein Architekturbüro erstellt hat, würden Kosten zwischen 40.000 und 50.000 Euro anfallen. Unter Beachtung des derzeitigen Baumbestandes würden dabei die Wege neu angeordnet, Rasen- und Pflanzflächen eingeplant und auch eine Sitzgruppe sowie Spielgeräte berücksichtigt. Diese grundsätzliche Umgestaltung „wäre wohl eine finanzielle Überforderung“, wandte Markus Mönter, Technischer Beigeordneter der Stadt Geilenkirchen, ein.

Angesichts dieser den Anwesenden offenbar einleuchtenden Tatsache präsentierte Johannes Henßen zwei weitere Möglichkeiten, mit denen eine Aufwertung des Platzes auch zu einem geringeren Preis möglich wäre. Die zweite Variante sehe vor, den Wegverlauf auf dem Platz beizubehalten, dabei aber die derzeit mit roter Asche bedeckten Wege zu pflastern. Eine erneuerte Sitzgruppe und gegebenenfalls ein paar Spielgeräte wären dann auch denkbar. Hier würden sich die Kosten auf circa 10.000 Euro belaufen. Doch auch dies wäre derzeit noch eine zu große finanzielle Hürde.

Variante drei wäre derzeit finanziell im Rahmen des Möglichen, würde jedoch weit hinter einer tatsächlichen Neugestaltung zurückbleiben: Die Auffrischung der vorhandenen Aschewege verbunden mit einer Sitzgruppe und den angedachten Spielgeräten würde zwar keinen gravierenden Eingriff in das vorhandene Bild des Platzes nehme, ihn aber dennoch ästhetisch aufwerten und einladender machen. Dem stimmten auch die anwesenden Bürger zu. Es war spürbar, dass die Neugestaltung in den Augen der Bürger ihren Reiz hat.

Was dabei jedoch auch zum Problem werden könnte, so wandten einige Anwesende ein, sei die Tatsache, dass für die Neuanordnung der Wege eine so gravierende Menge Erdreich ausgehoben werden müsste. Dieser Vorgang könne die Wurzeln des vorhandenen Baumbestandes verletzen und schlimmstenfalls zu einem Absterben der Pflanzen führen. Diese Gefährdung der „grünen Insel“ in Bauchem könnte durch die Beibehaltung der Wege umgangen werden. Während der Diskussion bildete sich der Tenor, sich für den vorhandenen Baumbestand einzusetzen.

Im Rahmen der Diskussion brachte eine Bürgerin des Weiteren die nicht vorhandene Barrierefreiheit des Platzes in seinem aktuellen Zustand zur Sprache. Diese solle bei einer neuen Gestaltung — egal in welcher Variante — berücksichtigt werden. Vorschläge, die Kosten zu senken, indem man Schüler des Berufskollegs mit ins Boot holt, die die neue Pflasterung übernehmen könnten, brachten Bürger ebenso vor wie den Vorschlag, Geräte von Spielplätzen, die laut aktuellen Plänen zurückgebaut werden sollen, zu nutzen, sofern ihr Zustand dies anbietet.

Abschließend einigte sich die Runde darauf, sich bei einer baldigen, spontan anberaumten Begehung des Platzes einmal vor Ort darüber ein Bild zu machen, was möglich und was nötig ist.

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