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Gangelt: Übersichtskarte des Natur- und Landschaftsparks vorgestellt

Gangelt : Übersichtskarte des Natur- und Landschaftsparks vorgestellt

Peter Brüser staunte und geizte nicht mit anerkennenden Worten, als ihm der Gangelter Bürgermeister Bernhard Tholen am Freitag am Rodebach die rasante Entwicklung im Bereich Tourismus erläuterte.

Brüser, der Gemeindedirektor in Gangelt von 1988 bis 1992 war und danach Gemeindedirektor bzw. ab 1994 Bürgermeister seiner Heimatgemeinde Wenden wurde, war mit Landrat Frank Beckehoff und weitern Vertretern aus dem Kreis Olpe nach Gangelt gekommen, um sich beim alljährlichen Ausflug einmal an seiner alten Wirkungsstätte umzusehen.

Bernhard Tholen nutze die Gelegenheit, seinen Gästen die neue detaillierte Übersichtskarte des Natur- und Landschaftsparks Rodebach/Roode Beek vorzustellen.

Das in einer Auflage von 10.000 Stück erschienene Druckwerk, das zur Hälfte in Gangelt am Infocenter am Kahnweiher, zur andern Hälfte in der niederländischen Nachbargemeinde Onderbanken erhältlich ist, ergänzt die Reihe der zum Naturpark erschienenen Faltblätter und Karten.

„Das war zu meiner Zeit alles etwas schwieriger”, schmunzelte Peter Brüser, als er von den konstruktiven Zusammenarbeit der beiden Gemeinden hörte und brachte als Beispiel den gescheiterten Versuch, damals das Gangelter Freibad „grenzüberschreitendend” zu sanieren.

Ob er denn schon eine touristische Infrastruktur vorgefunden habe, wurde Gangelts Bürgermeister von den Olper Gästen gefragt.

„Es gab Radtouristen, die hier die Papierkörbe voll machten und dann nach Geilenkirchen zum Essen fuhren”, umschrieb Bernhard Tholen diskret das politische Brachland, das er 1997 übernommen hatte und seitdem, die Fördertöpfe nutzend, beackert.

Trotz des großen Gewerbeparks sei man wirtschaftlich nicht so gut aufgestellt. „Da werden wir vermutlich nie den großen Wurf machen”, meinte er. „Aber wer weiß, was uns die B56n bringt?”

Gaststätten sind hinzu gekommen, das Mercator-Hotel in einem alten Schulgebäude und der Wohnmobilplatz am Kahnweiher seien wichtige Aktivposten, um die Übernachtungszahlen zu steigern. Hinzu kommen die Ferienwohnungen, deren Zahl er erhöhen will. Vielleicht passe ein Campingplatz ins Konzept, meinte der Bürgermeister.