Übach-Palenberg: Über 340 Starter beim Fünfkampf im „Ü-Bad“

Übach-Palenberg: Über 340 Starter beim Fünfkampf im „Ü-Bad“

Es ist die Professionalität der Macher vor und hinter den Kulissen des inzwischen 35. Schwimmer-Fünfkampfes, die beeindruckt. „Wir machen das seit dreieinhalb Jahrzehnten, da kann man das einfach“, sagt Tim Böven, Vorsitzender der Schwimmabteilung des VfR Übach-Palenberg bei der Vorstellung des Schwimmevents, das am kommenden Wochenende, 21. und 22. Januar, wieder viele Aktive, Betreuer und Fans in das „Ü-Bad“ an der Dammstraße locken wird.

Herbert Lataster, Pressesprecher und als Moderator auch gerne mal „The Voice“ genannter Vertreter des größten Schwimmvereins im Bezirk Aachen, freut sich, dass diese Veranstaltung auch in diesem Jahr wieder große Kreise zieht: „Wir haben mehr als 340 Teilnehmer, das ist noch mehr als im letzten Jahr.“

Cheftrainer Manfred Rothärmel, die Aktiven Ihaab Switi, Alex Schürz und Tim Rothärmel, Herbert Lataster von den VfR-Schwimmern, EWV-Pressesprecherin Yvonne Rollesbroich, Abteilungsvorsitzender Tim Böven und Thomas de Jong von der Stadt Übach-Palenberg freuen sich auf spannende Foto: Markus Bienwald

Zwar kann der „Internationale Schwimmer-Fünfkampf“, wie der Wettbewerb heißt, mangels Anmeldungen aus dem benachbarten Ausland diesen Titel nicht ganz einlösen. Hoch angesehen ist der Fünfkampf, präsentiert von der Energie- und Wasser-Versorgungs-GmbH (EWV) in Stolberg, aber dennoch. Das liegt zum einen an dem riesigen Erfahrungsschatz der Menschen, die in ehrenamtlicher Arbeit dieses zweitägige Wettkampferlebnis überhaupt erst möglich machen. Zum anderen liegt es an dem sehr prominent im Schwimmer-Jahreskalender platzierten Datum.

Cheftrainer Manfred Rothärmel, die Aktiven Ihaab Switi, Alex Schürz und Tim Rothärmel, Herbert Lataster von den VfR-Schwimmern, EWV-Pressesprecherin Yvonne Rollesbroich, Abteilungsvorsitzender Tim Böven und Thomas de Jong von der Stadt Übach-Palenberg freuen sich auf spannende Schwimm-Wettkämpfe. Foto: Markus Bienwald

„Nicht nur die erste und die zweite Mannschaft, auch die Nachwuchsschwimmer sehen in der Teilnahme eine Möglichkeit zur Standortbestimmung direkt vor der Deutschen Mannschaftsmeisterschaft (DMS)“, betont Cheftrainer Manfred „Fredl“ Rothärmel. Das ist umso wichtiger, da alleine bei der DMS über die jeweilige Ligazuordnung von Schwimmteams entschieden wird.

„Darum schalten wir dem ersten Wettkampfabschnitt am Samstag einen 200-Meter-DMS-Test vor“, erklärt Rothärmel. Im Februar folgt dann die tatsächliche Meisterschaft, darum gehen in Übach-Palenberg auch so viele Gastvereine an den Start. „Hier stimmen die Rahmenbedingungen, und dank eines eingespielten Teams können wir auch schnell eingreifen, wenn mal etwas nicht nach Plan läuft“, so Tim Böven.

Über zehn Stunden Wettkampf

„Ohne einen Sponsor könnten wir den Wettkampf in dieser Form nicht anbieten“, betont Böven und lobt damit das Engagement der EWV, die seit vier Jahren beim Fünfkampf dabei ist. Ohne die rund 50 ehrenamtlichen Helfer seien die zahllosen Starts allerdings auch kaum zu händeln. „Wir haben auch hinter den Kulissen erfahrene Leute, die sich im Wettkampfgeschehen bestens auskennen.“ Die Anekdote von einer Veranstaltung, bei der ein defektes Startgerät per Lötkolben wieder in Betrieb genommen wurde, erzählt Böven immer wieder gerne.

Mehr als zehn Stunden reine Wettkampfzeit an zwei Tagen, dazu Teilnehmer von den Gastgebern, vom Aachener SV, dem Brander SV, den Freien Schwimmern Wegberg, dem Jülicher Wassersportverein, dem SC Hardtberg, der SG Dülken, der SG Erkelenz-Hückelhoven, der SG Euregio Swim Team, dem Stolberger SV, dem TPS Köln 1925, den Wasserfreunden Delphin Eschweiler und dem Würselener Schwimmclub bedeuten ein Mammutprogramm. Aber es ist eines, das gerne und auch mit einer gehörigen Portion Routine gemeistert wird, wie sich alle Beteiligten sicher sind.

Bei den Aktiven hingegen schlägt der Pulsmesser schon stärker aus, schließlich gilt es, Bestleistungen zu erbringen. „Das ist in jedem Jahr unser Saisoneinstieg als Mannschaft“, erklärt Schwimmer Tim Rothärmel. Er freut sich darauf, die in langen Trainingsstunden eingeübten Techniken im Wettkampf auszuprobieren. „Ich spüre einen starken Mannschaftsgeist“, ergänzt Schwimmerkollege Alex Schürz aus der ersten Mannschaft, und auch Ihaab Switi nickt bei diesen Worten zustimmend.

Ob und wie sich die Schwimmer bewähren, das darf bei den Wettkämpfen am Samstag ab 10.30 Uhr und am Sonntag ab 9 Uhr geprüft werden. Und wer gerade einmal die Augen im dann vor Aktiven „kochenden“ Wasser hat, für den liefert Herbert Lataster dann den Live-Kommentar.

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