Übach-Palenberg: Land gibt 60.000 Euro für neue Hausärzte

Ärztemangel : Finanzielle Anreize für neue Hausärzte

Das Land Nordrhein-Westfalen hat die Förderlisten des Hausarztaktionsprogramms aktualisiert und Übach-Palenberg dabei erstmals als eine Kommune eingestuft, in der – aufgrund der Altersstruktur der Hausärzteschaft vor Ort – eine Gefährdung der hausärztlichen Versorgung droht.

Übach-Palenberg bekommt die Förderkategorie 1, teilt die Stadt in einer Pressemitteilung mit. Das Land NRW fördert damit eine Tätigkeit in der hausärztlichen Versorgung in Übach-Palenberg mit bis zu 60.000 Euro.

Mit dem Hausarztaktionsprogramm leistet das Land einen Beitrag zur dauerhaften Sicherstellung der wohnortnahen hausärztlichen Versorgung.

Konkret bedeutet die Einstufung in die Förderkategorie 1, dass die Niederlassung oder Anstellung eines Hausarztes oder einer Hausärztin, oder die Gründung einer Zweigpraxis in Übach-Palenberg ab sofort mit bis zu 60.000 Euro aus Landesmitteln finanziell gefördert werden kann. Ein Rechtsanspruch auf Förderung besteht aber nicht.

Die wichtigsten Informationen rund um das Hausarztaktionsprogramm – dazu gehören insbesondere die Förderrichtlinie und die beiden Listen der förderfähigen Kommunen – sind im Internet unter www.hausarzt.nrw.de abrufbar.

Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch erklärt dazu: „Die wohnortnahe hausärztliche Versorgung ist in Übach-Palenberg aktuell ausreichend sichergestellt. Der rechnerische Versorgungsgrad im Sinne der ambulanten Bedarfsplanung liegt – Stand Januar 2019 – laut der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein bei 98 Prozent.“ Eine rechnerische Bedarfsdeckung werde bei einem Versorgungsgrad von mindestens 100 Prozent erreicht. „Insofern steht Übach-Palenberg ganz gut da. Von den 14 hier tätigen Hausärzten sind aber sechs mindestens 60 Jahre alt bzw. älter.“ Man müsse deshalb damit rechnen, dass in den kommenden fünf bis zehn Jahren in Übach-Palenberg ein entsprechender Nachbesetzungsbedarf an Hausärzten entsteht.

Jungnitsch hofft, dass der nun vom Land deutlich erhöhte finanzielle Anreiz für eine hausärztliche Tätigkeit in Übach-Palenberg dazu beitragen werde, die Suche nach hausärztlichem Nachwuchs für die Stadt zu erleichtern. Im Rahmen des nächsten Runden Gesundheitstisches, der für die zweite Jahreshälfte 2019 angedacht sei, werde man die hausärztliche Versorgung wieder zum Thema machen.

(red)
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