Übach: Kölsche Nacht mit Brings, Domstürmern, Räuber und Palaver

Kölsche Nacht : 2500 Gäste erleben „Superjeilezick“ im rot-weißen Festzelt

2500 Menschen feierten gemeinsam und in bester Stimmung im Riesenfestzelt gegenüber der Rockfabrik in Boscheln die nunmehr vierte Kölsche Nacht des Festausschusses Übach-Palenberger Karnevalsvereine. Der Abend bot viel Programm und vier Top-Bands auf der Bühne.

Auch wenn der offizielle Start in die Karnevalssession noch nicht vollzogen war, gehörte bei der Kölschen Nacht natürlich zunächst den Übach-Palenberger Karnevalisten die Bühne. Der Festausschuss Übach-Palenberger Karnevalsvereine zog begleitet von Vertretern der ortsansässigen Vereine und Gesellschaften in das Festzelt ein und wurde von den bereits bestens gelaunten Fans des kölschen Karnevals begeistert begrüßt. Mit von der Partie war auch das alte Stadtprinzenpaar Gerda und Andreas (Steinmetz).

Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch feuerte sogleich die Besucher mit der Frage an: „Seid Ihr gut drauf?“ Gleich beim zweiten und lauter wiederholten „Seid Ihr gut drauf?“ erhielt Jungnitsch dann auch die für ein 2500 Frau-und-Mann-starkes Publikum passende Antwort in der adäquaten Lautstärke: „Ja!!!“ Jungnitsch freute sich, dass die vierte Kölsche Nacht alle Rekorde breche. Dafür, dass es eine tolle Nacht werde, dafür habe der Festausschuss gesorgt.

Wolfgang Dressel und seine Mitstreiter durften angesichts des überwältigenden Besucherzuspruchs überaus zufrieden sein. Ihr Konzept, das sie mit dem 20. Jubiläum des Festausschusses aus der Taufe gehoben hatten, war auch in diesem Jahr wieder blendend aufgegangen. Als dann auch noch mit etwas Bangen endlich die erste Band des Abends, Brings, pünktlich die Bühne des Festzeltes an der Borsigstraße betrat, stellte sich auch bei Wolfgang Dressel eine entspannte Mine ein.

Die Konfettikanone kam auf dem Höhepunkt der Stimmung bei der Kölschen Nacht zum Einsatz. Foto: Dettmar Fischer

Die Jungs aus der Domstadt sind echte Profis, die ein gut gelauntes Festzeltpublikum zu würdigen wissen. Statt nach ihrem Auftritt weiter nach Dortmund zu reisen, wäre die Mundartband, die mit ihrem Hit „Superjeilezick“ Kultstatus erlangte, besser in Übach-Palenberg geblieben. Denn besser als im Riesenfestzelt war an diesem Abend sicherlich nirgendwo die Stimmung. „Polka, Polka, Polka vom Rhing bis an die Wolga“ oder der neue Song „Wir sind alle kleine Sünderlein“ wurden von den Fans, von denen sich viele in kölschem Rot/Weiß kostümiert hatten, mit viel Beifall belohnt.

Nicht minder gut kamen die Bands Domstürmer, Räuber und Palaver beim Publikum an. Die Domstürmer sind derzeit mit drei Sessionstiteln unterwegs. Einer davon heißt „Övverdosis“ und dürfte durchaus auf den Gemütszustand vieler Besucher der Übach-Palenberger Kölschen Nacht zugetroffen haben. „Kumm loss jonn“ ist ein aktueller Hit der Räuber, der die Qualitäten der Band voll zur Geltung bringt. Und der Song „Es dat schön“ der fünf Jungs von Palaver sprach sicherlich vielen Besuchern der Kölschen Nacht aus dem Herzen, getreu dem Moto, das Peter Brings ausgegeben hatte: „Uns is ejal, woher Ihr kommt oder wer Ihr seid, dat Wichtigste is et Hätz stimmt.“

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