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Öffentliche Toilette: Politik generell für ein WC am Palenberger Bahnhof

Öffentliche Toilette : Politik generell für ein WC am Palenberger Bahnhof

Die Parteien befürworten die Idee, am Palenberger Bahnhof eine öffentliche Toilette zu errichten. Allerdings müsse man wegen der hohen Kosten zuerst Alternativen in den Blick nehmen.

Eigentlich ist man sich einig in der Übach-Palenberger Politik: Der Antrag der UWG-Fraktion, eine öffentliche, behindertengerechte Toilette am Palenberger Bahnhof zu errichten, ist berechtigt und eine gute Idee. „Es ist eigentlich eine Schande, dass ein Bahnhof keine Toilette hat“, konstatierte auch der SPD-Fraktionsvorsitzende Alf-Ingo Pickartz in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses. In ganz Palenberg gebe es kein öffentliches WC. So etwas zu errichten, wäre also nicht nur ein Pluspunkt für den Bahnhof, sondern für den ganzen Stadtteil.

Die Stadt Übach-Palenberg hatte den Antrag der UWG geprüft und kam zu dem Ergebnis, dass die Errichtung 115.000 Euro kosten würde. Hinzu kämen laufende Kosten von 9000 Euro im Jahr.

Das würde den Haushalt stark belasten, fand Johannes Bröhl von der CDU, auch wenn seine Fraktion die Idee generell gut fände. Allerdings verwies er darauf, dass man auch Kosten, die durch Vandalismus entstünden, miteinkalkulieren müsse. Die waren in der Rechnung der Stadt noch nicht enthalten. Vandalismus ist in dem Bereich um den Palenberger Bahnhof ein großes Problem. „Wir sollten daher erst nach Alternativen schauen, ob etwa externe Dienstleister möglich sind oder ob die Bahn eine Bahnhofstoilette errichten kann“, sagte Bröhl.

Angela Suchan von den Grünen brachte eine weitere alternative Idee vor: nämlich das Konzept einer „Netten Toilette“ in Palenberg einzurichten. Bei dem Konzept „Die nette Toilette“ unterstützt die Stadt die teilnehmenden Gastronomen finanziell bei der Pflege der Toiletten, im Gegenzug dürfen die Bürger die Toiletten benutzen.

Während das für die Stadt günstiger ist als die Errichtung und Instandhaltung eines eigenen WCs, könnten Gastronomen Neukunden gewinnen und die Bürger erhalten viele frei zugängliche Toiletten. Eine Win-win-Situation – so der Grundgedanke. Diese Idee solle man auch mit dem Zentrenmanager für Palenberg besprechen, schlug Angela Suchan vor.

Die Stadtverwaltung wird die Idee der öffentlichen Toilette weiter verfolgen und auch prüfen, inwiefern die Bahn darin eingebunden werden kann. Sie wird dem Ausschuss die Ergebnisse in den kommenden Sitzungen vorstellen.

(bwi)