Mitgliederversammlung: Grünen-Führungsteam einstimmig wiedergewählt

Mitgliederversammlung : Grünen-Führungsteam einstimmig wiedergewählt

Frank Kozian ist und bleibt das Gesicht der Übach-Palenberger Grünen. Keine Spekulationen zu etwaigen Spitzenkandidaten.

Mit Zuversicht blickten die Übach-Palenberger Grünen bei ihrer Mitgliederversammlung auf die Kommunalwahl des Jahres 2020. Ruhe bewahren und Abwarten, lautet ihr Motto, auch wenn es um den zukünftigen Bürgermeister der Stadt Übach-Palenberg geht. Der Ortsverband Bündnis 90/Die Grünen Übach-Palenberg hatte zur Mitgliederversammlung in den Pavillon des „Biergartens“ auf dem Rathausplatz eingeladen. Neben Aus- und Rückblick standen Vorstandswahlen auf der Tagesordnung. Frank Kozian ist und bleibt das Gesicht der Übach-Palenberger Grünen, nicht nur im Ortsverband als eine Hälfte des Sprecherduos, sondern auch in der Ratsfraktion. Sein Bericht aus der Fraktion hatte seine Haushaltsrede zur Grundlage, in der er einen Blick auf die Zeit seit der letzten Wahl geworfen hatte.

Frank Kozian gab der Mitgliederversammlung das Wesentliche wieder. Stichworte wie Gleichberechtigung, Rückwärtsgewandtheit, Gutsherrenart, Flächenverbrauch und Wohnungsmangel sowie die vereinfachte Kommunikation zwischen Verwaltung und Bürgern mittels digitaler Informationstechnologie sind Themen, die bewegten und bewegen. Dass die Übach-Palenberger Grünen auf Geschlossenheit setzen, zeigte sich bei den Vorstandswahlen. Dem Führungsteam wurde erneut das vollste Vertrauen ausgesprochen. Einstimmig wurde der Vorstand wiedergewählt. Ihm gehören Vorstandssprecherin Marion Wissing, Vorstandssprecher Frank Kozian und Kassiererin Brigitte Appelrath an.

Die Übacher-Palenberger Grünen möchten mit diesem Team nicht nur bei Grünen-Themen zukünftig sichtbarer werden. Man wolle „den Mufflons in der Politik“ zeigen, wie es in Übach-Palenberger aussehen könnte. Keine griesgrämigen Bürgerbriefe zur Weihnachtszeit, sondern engagiert und gut gelaunt unter paritätischer Beteiligung der Frauen, stellen sich die Grünen ihre Stadt vor. Frank Kozian: „Wir wollen die Stimmung in der Stadt erspüren und politische Antworten geben. Verwaltung endlich wieder Verwaltung sein lassen und Druck ausüben, damit Politik wieder Politik macht und nicht wie ein treues Hündchen der Verwaltung hinterher läuft.“

Der Grüne Kreisverkehr an der Merksteiner Straße werde dieses Jahr erneut großen Veränderungen unterworfen und beispielgebend neu angelegt. Blumenwiesencharakter, pflegeleichte und insektenfreundliche Bepflanzungen, ein großes Insektenhotel, der Bezug zum Kohlebergbau (Vergangenheit) und Photovoltaik-Elemente (Zukunft) sollen die tragenden Elemente werden. In letzter Zeit würden sich die Vorwürfe über schlechtes Straßenbild und ungepflegte Grünanlagen häufen. Kozian: „Es mangelt der Stadt nicht an Willen. Es mangelt an Ressourcen. Hier muss bessere Personalplanung greifen, anstatt auf Bürger und Vereine abzuwälzen.“

Im Hinblick auf die Ausrichtung der Grünen zur Kommunalwahl konnte man sich schnell einigen. Zum jetzigen Zeitpunkt bleibt es bei der Aussage, dass es zu etwaigen Spitzenkandidaten öffentlich keine Spekulationen geben werde. Unverändert stehe diesbezüglich das Angebot zur Zusammenarbeit mit den anderen Parteien im Raum. Ein geeigneter Kandidat sei momentan jedoch bei den anderen Stadtverbänden nicht auszumachen. Die Grünen möchten sich in puncto Wahllisten momentan auf das Heranführen fähiger Bewerber konzentrieren. Auch Neu-Mitglieder sind herzlich willkommen ihren Hut in den Ring zu werfen.

Ein weiterer Schwerpunkt des Abends war die Diskussion zu den „nützlichen Dummköpfen“, die in letzter Zeit vermehrt Wurfsendungen verteilen würden und in den sozialen Medien Seiten und Gruppen übernommen hätten, um Kritiker bis zur Aufgabe in endlose Diskussionen zu verwickeln oder durch Entfernen mundtot zu machen. Frank Kozian: „Ein Appell wird nicht ausreichen, um dem ein Ende zu setzen. Es gilt, Maßnahmen zu ergreifen, um diese Akteure bloßzustellen und die Diskussionen auf der Sachebene fortzuführen.“ Kozian befürchtet, dass ansonsten, die Meinungshoheit im Kommunalwahlkampf bei einigen Wenigen liegen werde, die sich in den Sozialen Netzwerken Raum verschaffen.

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