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Thema in der nächsten Ratssitzung: Gemeinsamer Antrag für den Klimaschutz

Thema in der nächsten Ratssitzung : Gemeinsamer Antrag für den Klimaschutz

Die Grünen und die CDU in Übach-Palenberg wollen ein klares Bekenntnis zum Klimaschutz. Unter dem Titel „Resolutionen der Kommunen des Kreises Heinsberg nach Ausrufung des Klimanotstandes unterstützen – Berücksichtigung der negativen Auswirkungen des globalen Klimawandels bei Entscheidungen der Stadt Übach-Palenberg“ haben sie einen gemeinsamen Antrag zur Behandlung in der nächsten Ratssitzung am 11. Juli erarbeitet.

„Trotz weltweiter Bemühungen und Maßnahmen über Jahrzehnte, dem Klimawandel entgegenzuwirken und den Ausstoß von Treibhausgasen zu reduzieren, haben diese bisher zu keinem Erfolg geführt“, heißt es in der Begründung.

„Die Wissenschaft prognostiziert verheerende Folgen für die menschliche Zivilisation und die Natur auf dem Planeten Erde. Die CDU und die Grünen setzen auf eine breit akzeptierte, klimagerechte Stadtentwicklung, auf ernsthaftes Handeln, nicht auf Symbole.“

Der Mensch habe bereits einen Klimawandel mit irreversiblen Folgen verursacht, die weltweit zu spüren sind. „Die globalen Temperaturen sind gegenüber dem vorindustriellen Zeitalter bereits um ein Grad Celsius gestiegen, weil die CO2-Konzentration in der Atmosphäre von 280 ppm auf über 400 ppm angestiegen ist. Um eine unkontrollierbare globale Erwärmung mit nicht absehbaren Folgen zu verhindern, ist es unerlässlich, die Treibhausgasemissionen schnellstmöglich massiv zu reduzieren“, begründen die beiden Parteivorsitzenden.

Die Grünen kämpfen traditionell für eine lebenswerte Umwelt. Auch Frank Kozian liegt das Thema sehr am Herzen. Foto: ZVA/Michèle-Cathrin Zeidler

Auch in Nordrhein-Westfalen werden der Klimawandel spürbar sein: „Landwirtschaft und Stadtklima werden von den Folgen direkt betroffen sein. Der Klimawandel ist folglich nicht nur ein Klimaproblem: Er ist auch ein Wirtschafts-, Sicherheits-, Tierschutz-, Friedens- und soziales Problem.“

Daher könne nicht erwartet werden, dass die Lösung dieses Problems alleine durch Eigenverantwortung und von Einzelpersonen erreicht wird. „Es braucht jetzt auf kommunaler, regionaler, nationaler und internationaler Ebene zielführende Maßnahmen, um dieser drohenden Katastrophe entgegenzuwirken“, so Frank Kozian und Oliver Walther weiter. „Wir wollen aus diesen Gründen in Übach-Palenberg ein klares Bekenntnis zum Klimaschutz abgeben und halbjährlich im Fachausschuss entsprechende Projekte diskutieren und nach Möglichkeit umsetzen.“

Der CDU mit ihren christlichen Werten ist der Klimaschutz ein zentrales Anliegen. Auch Oliver Walther will die Natur bewahren. Foto: Dettmar Fischer

Der Rat der Stadt Übach-Palenberg soll sich daher zu den Klimazielen der Bundesrepublik Deutschland und der Europäischen Union bekennen und die Eindämmung des Klimawandels und seiner schwerwiegenden Folgen als Aufgabe von höchster Priorität anerkennen.

Weiterhin soll der Rat seinen Willen erklären, die Stadt ganzheitlich klimagerecht zu entwickeln und den Kreis Heinsberg nach Ausrufung des Klimanotstandes zu unterstützen. Dafür soll Übach-Palenberg die Auswirkungen auf das Klima sowie die ökologische, gesellschaftliche und ökonomische Nachhaltigkeit bei jeglichen davon betroffenen Entscheidungen berücksichtigen und möglichst jene Entscheidungen prioritär behandeln, welche den Klimawandel oder dessen Folgen abschwächen. Ferner solle der Rat auf tatsächlich wirksame und zielführende Maßnahmen setzen und diese Maßnahmen zur Klimafolgenanpassung einer breiten Öffentlichkeit näher bringen und Menschen zum Mitmachen bewegen. „Gleichzeit lehnt er bloße Symbolpolitik, Bevormundung und den Auswuchs von weiterer Bürokratie ab“, betonen die Antragsteller.

Als konkrete Maßnahme wollen die Grünen und die CDU zweimal im Jahr im Fachausschuss einen Tagungsordnungspunkt „Projekte Klimaschutz“ auf die Agenda setzen: „.Hier werden Projekte der Verwaltung und Anregungen der Politik unter dem Motto vermeiden, reduzieren und kompensieren diskutiert und nachfolgend Ergebnisse vorgestellt.“