Eröffnung: Rockfabrik Übach-Palenberg öffnet wieder

Zurück in alte Zeiten : Rockfabrik feiert am Samstag große Eröffnung

In der ehemaligen Kultstätte Rockfabrik in Übach-Palenberg wird es ab Samstag auf drei Tanzflächen wieder laut. Auch Live-Musik steht auf dem Programm. Zur Eröffnung erwarten die neuen Besitzer zwischen 1500 und 2000 Gäste.

Holger Kim ist schon in seinem Element: Er steht in der Rockfabrik Übach-Palenberg hinter dem Dj-Pult und testet die Soundanlage und die Lichteffekte. Doch noch wird auf der Tanzfläche vor ihm nicht ausgelassen Party gemacht und lautstark mitgesungen, sondern es stapeln sich zahlreiche Getränkekisten. Bis zur großen Eröffnung am kommenden Samstag, 21. September, müssen die vier neuen Eigentümer und das Team noch einiges erledigen.

Mit welchem ersten Lied Holger Kim dem Raum eins neues Leben einhauchen wird, weiß der Übach-Palenberger allerdings schon ganz genau. „Aber das soll eine Überraschung werden“, schmunzelt Holger Kim. Er hat zusammen mit Pascual und Kirsten Karolin Corsten und seiner Frau Daniela Kim die ehemalige Kultstätte gekauft.

„Vor vier Monaten haben wir den Schlüssel bekommen“, blickt Kim zurück. Der Club habe in den Jahren ziemlich gelitten und sei in keinem guten Zustand gewesen. Baulich wollten die neuen Besitzer zurück in die Hochzeit der Rockfabrik nach dem Anbau im Jahr 1996.

Aktuell herrscht am Eingang noch Baustellen-Feeling. Damit es am Samstag nicht zu langen Warteschlangen kommt, wurde der Eingangsbereich überarbeitet. Die Besucher gelangen nun über zwei Eingänge in den Club. Foto: ZVA/Michèle-Cathrin Zeidler

Zurück zu alten Hochzeiten

„Wir haben den Raum eins wieder mit den traditionellen Ölfässern bestückt und in Raum zwei die Kuppel zurückgebracht.“ Außerdem wurde der Eingangsbereich optimiert, die Sanitäranlage erneuert und in neue Technik investiert. „Wir mussten viel an der Substanz des Gebäudes machen. Das sieht der Gast aber natürlich nicht“, erzählt Kim.

Zur Eröffnung erwarten die neuen Besitzer zwischen 1500 und 2000 Gäste. „Die Resonanz zur Eröffnung ist überwältigend. Unsere Fast-Tickets waren super schnell ausverkauft, und auf Facebook haben an der Veranstaltung 2.300 Menschen Interesse oder nehmen teil“, berichtet Daniela Kim. „Wir sind bei den Getränken auf jeden Fall lieber auf Nummer sicher gegangen.“ Am Tag zuvor hätten daher drei Lkw gleichzeitig Getränkeladungen gebracht. „Schließlich soll uns nicht mitten in der Nacht das Bier ausgehen.“ Alle vier Besitzer haben in den vergangenen Wochen nur wenig Schlaf bekommen. „Hier steckt viel Schweiß und Herzblut drin. Ohne die Unterstützung unserer Familien hätten wir das nicht geschafft“, betont Daniela Kim.

Los geht es am Samstag um 21 Uhr. Es gibt eine Abendkasse. Musikalisch bleibt es in Raum eins auf der alternativen, der rockigen Szene. „In Raum zwei wird es eher mainstreamig und partylastig, und Raum drei ist den harten Metall-Tönen vorbehalten“, gibt Holger Kim einen Einblick ins Konzept.

Live-Musik und Lokales

Neben Konzerten namhafter Originalbands, planen die Eigentümer eine zweite große Reihe: „Die Lokal-Heros“. „Wir wollen lokalen alternativen Nachwuchsbands eine Bühne bieten“, so Kim. Auch sei in Überlegung, die Reihe einmal im Jahr zu einem Festival auszudehnen. Die Besucher können sich wieder auf legendäre Karnevalspartys und auch die musikalische Afterparty im Anschluss an die Oktoberfestabende freuen.

Die Konkurrenz durch das ebenfalls kürzlich eröffnete Outbaix fürchtet die Rockfabrik nicht. „Ganz im Gegenteil – wir kennen uns schon viele Jahre und sind befreundet“, stellt Holger Kim klar. „Wir sind froh über jedes Angebot in Übach-Palenberg.“

Beide Clubs hätten früher gut nebeneinander existiert: „Wir erreichen auch verschiedene Zielgruppen. Unsere Veranstaltungen richten sich an eine breite Masse.“

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