„29. Lernstatt Demokratie“: Demokratiekurs am Carolus-Magnus-Gymnasium wird ausgezeichnet

„29. Lernstatt Demokratie“ : Demokratiekurs am Carolus-Magnus-Gymnasium wird ausgezeichnet

Der Demokratiekurs am Carolus-Magnus-Gymnasium in Übach-Palenberg wird in der kommenden Woche als eins der bundesweit besten Demokratieprojekte in Deutschland ausgezeichnet. Dazu wird eine Delegation zur dreitägigen Lernstatt nach Hameln fahren.

„Bereits kommenden Dienstag wird eine weitere Delegation auf Einladung des Deutschen Kinder- und Jugendstiftung ins Schloss Bellvue eingeladen und dort unter anderem den Bundespräsidenten Steinmeier treffen“, freut sich der betreuende Lehrer Christoph Schlagenhof.

Im Rahmen des Projektes wurde das Schulfach „Demokratie“ am Gymnasium etabliert. In diesem Fach sollen 15 Schüler der achten Jahrgangsstufe die Möglichkeit erhalten, in zwei Unterrichtsstunden pro Woche selbstständig eigene Projekte zu entwickeln und zu realisieren. Jüngst hatten sich die Jugendlichen dafür eingesetzt, freies Wlan im Mehrgenerationenhaus zu etablieren und waren erfolgreich gegen das Badeshortsverbot im Ü-Bad vorgegangen.

Eine Jury hat aus 263 Wettbewerbsbeiträgen 59 Best-Practice-Projekte ausgewählt und für eine Einladung zur „Lernstatt Demokratie“ empfohlen. Die Ausschreibung des Bundeswettbewerbs „Förderprogramm Demokratisch Handeln“ legt bemerkenswerte Ergebnisse bürgerschaftlichen Handelns und erfolgreichen Lernens für die Demokratie vor. Aus den insgesamt 263 Beiträgen, die in der Ausschreibung 2018 aus Schulen und Initiativen aller Bundesländer sowie aller Schulformen und -stufen eingereicht worden sind, wählte eine 34-köpfige Jury 59 Beispiele aus. Aus Nordrhein-Westfalen werden 17 Projekte zur Abschlussveranstaltung „29. Lernstatt Demokratie““ nach Bad Münder eingeladen. Die Beispielprojekte werden dort - in Delegationen von zwei Jugendlichen oder auch Kindern sowie einem Erwachsenen – eingeladen.

Die Ausschreibung zeigt, dass in Jugend und Schule ein breit gefächertes Interesse an Engagement und Einsatz in und für die Demokratie vorliegt. Sie zeigt dabei auch, wie komplex erfolgversprechende Ansätze angelegt werden müssen, in denen sich das Lernen mit dem engagierten Handeln von Kindern und Jugendlichen verbindet. Überwiegend handelt es sich um themenbezogene, fächerverbindende oder fächerübergreifenden Ansätze.

Viele Projekte haben eine lange Verlaufszeit und kombinieren zudem Angebote aus dem Wahlbereich oder dem engagierten bürgerschaftlichen Handeln der Schüler in ihrer Freizeit. Auch die Nachhaltigkeit spielt eine immer größere Rolle für Kinder- und Jugendliche. Damit wird zum wiederholten Male deutlich: Jugend und Schule können gegen die viel beschworene Politikverdrossenheit wirken – mit Projekten von hoher Qualität, die zeigen, dass die Schule ein wichtiger Lernort ist für Wissen, Haltung und Handeln in einer lebendigen Demokratie, die sich der aktiven Bürgergesellschaft verpflichtet weiß.  

(red/mcz)
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