Arbeitskreis für digitale Medien in Schulen in Übach-Palenberg

Qualität des Unterrichts verbessern : Arbeitskreis für mehr digitale Medien in Schulen

Die Schulen in Übach-Palenberg sollen den Schritt ins digitale Zeitalter schaffen. Ein Arbeitskreis erarbeitet die Ausstattung mit Tablets, interaktiven Tafeln und Co.

In Biologie mit dem Tablet das Wachstum einer Bohne dokumentieren und das Ergebnis direkt an die Leinwand projizieren, oder im Sport den Anlauf beim Hochsprung filmen und den Bewegungsablauf anschließend auswerten – Die Digitalisierung von Unterricht soll auch an den Schulen in Übach-Palenberg vorangetrieben werden. Die Weiterentwicklung der Medienentwicklungsplanung wurde daher im jüngsten Ausschuss für Kultur, Bildung und Soziales vorgestellt und der Beschluss auch einstimmig an den Rat empfohlen.

„Medienkompetenz ist ein Bildungsauftrag“, betont Dominik Niehus von der Firma coactu. Nach der Medienkonzepterstellung durch die Schulen in Übach-Palenberg in Absprache mit den Medienplanern des Kreises Heinsberg waren die Projektgruppe biregio und die Firma coactum mit der Erstellung des Medienentwicklungsplanes beauftragt wurden. Der Medienkompetenzrahmen wird durch das Land NRW vorgegeben. „Dabei geht es nicht um das Konsumieren von Inhalten, sondern das eigenständige Bearbeiten, kreative Produzieren und kooperative Arbeiten“, erklärt Dominik Niehus. Ziel sei es, die Qualität des Unterrichts zu erhöhen. Daher werde ein Leitkonzept für eine lernförderliche, wartungsarme und nachhaltige Infrastruktur in allen Schulen benötigt. „Es geht dabei weg von zentralen Orten für die Medien wie dem Informatikraum“, erklärt Dominik Niehus. Die Medien sollten durchgängig an allen Lernorten verfügbar sein und zu den Schülern kommen. „Wichtig auch: Lehrer sollen pädagogische Probleme lösen und nicht technische“, betont der Experte für Digitalisierung. Daher sei eine zentral organisierte Administration entscheidend. Damit der Betrieb nachhaltig und wirtschaftlich ist, schlägt er vor, Standardisierungen bei der Ausstattung einzuführen. Um diese zu erarbeiten, sei ein schulübergreifender Arbeitskreis der Medienbeauftragten notwendig. Die Planungen sind über das Programm „Gute Schule 2020“ mit dem Kostenvolumen von 500.000 Euro hinterlegt. „Das ist ein guter Anfang, mit diesem Geld kann man erst einmal gut arbeiten“, findet Niehus.

„Einen richtigen Plan haben wir noch nicht, aber es gibt gute Ideen“, so Rainer Rißmayer (Die Grünen). Mit dem Arbeitskreis sei man auf dem richtigen Weg. Damit die Technik später auch an den Schulen gelebt werde, sind Schulungen geplant. „Wir gehen davon aus, dass wir noch in diesem Schuljahr einen halben Tag Fortbildung dazu machen“, erklärt Hans Münstermann, Schulleiter am Carolus-Magnus-Gymnasium. Weiterhin sei in den nächsten drei Jahren jeweils ein Tag für Schulungszwecke in diesem Bereich geplant.

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