Nikolausmarkt auf dem Carlsplatz: Aktionskreis stellt sich Herausforderung

Nikolausmarkt auf dem Carlsplatz : Aktionskreis stellt sich Herausforderung

Der Aktionskreis Pro Übach will seine Veranstaltung zukünftig noch attraktiver gestalten. Dafür wurde an mehreren Stellschrauben gedreht. „Wir wollten ein wenig frischen Wind in die Veranstaltung bringen und dabei die klugen Köpfe unserer Mitglieder nutzen“, erzählt Susanne Breuer-Müller, seit Januar ist sie die Vorstandsvorsitzende.

Und so wurden im Mai drei Gremien gebildet: eins zum Maiblütenfest, eins zum Nikolausmarkt und eine dritte Gruppe beschäftigt sich derzeit mit der neuen Internetseite des Aktionskreises.

„Vorher hat sich meist der Vorstand alleine um die Veranstaltungen gekümmert, und das war phasenweise extrem stressig für Einzelne“, weiß Breuer-Müller aus Erfahrung. „Daher wollten wir diese Last auf mehrere Schultern verteilen.“ So gebe es nun auch immer einen festen Ansprechpartner, der die Übersicht behalte: „Die Gruppen setzten sich einmal im Monat zum Ideenaustausch und Brainstorming zusammen und treffen dabei auch alleine die Entscheidungen.“

Aktuell befindet sich der Rathausplatz von Übach-Palenberg und damit der Hauptveranstaltungsort für den Aktionskreis Pro Übach im Umbau. Doch die Mitglieder stecken deswegen nicht den Kopf in den Sand: „Natürlich ergeben sich dadurch neue Herausforderungen, aber wir sind zuversichtlich, bis zur Fertigstellung des Platzes trotzdem tolle Feste auf die Beine zu stellen.“ Der Umbau sei eine gute Sache für die Stadt. „Bis zum Weinfest im kommenden Jahr soll der Platz fertig sein, aber jeder, der einmal selber gebaut hat, weiß, wie leicht es zu Verzögerungen kommen kann“, zeigt Breuer-Müller Zweifel an einer planmäßigen Einweihung.

Der beliebte Nikolausmarkt am zweiten Adventswochenende findet in diesem Jahr auf jeden Fall auf dem Carlsplatz statt. „Auch in der Vergangenheit haben wir den Markt schon dort veranstaltet, der Platz ist groß genug, und wir werden eine tolle Atmosphäre erschaffen“, verspricht Kassenwart Jürgen Hunscheid. „Wir werden wie gewohnt eine Bühne mit Musik, Show und Programm haben“, ergänzt Breuer-Müller. Für das Programm sollen Geschäfte, Vereine und Schulen gewonnen werden. „Wer Interesse an der Bude hat oder sich gerne an dem Programm beteiligen möchte, kann sich noch bis Mitte Oktober bei uns melden“, sagt die Vorsitzende. Sie könnte sich als Programm auch gut eine Art Leistungsschau der ansässigen Geschäfte vorstellen.

Auf dem Rathausplatz können aktuell keine Veranstaltungen stattfinden. Planmäßig soll der Umbau aber bis zum Weinfest 2020 abgeschlossen sein. Foto: ZVA/Michèle-Cathrin Zeidler

Die Nachfrage nach Verkaufsständen sei bisher gut, der Besucher könne sich auf alte Bekannte, aber auch neue Gesichter freuen. „18 Buden sind schon belegt, in der Regel stellen wir 21 auf“, erzählt Hunscheid. „Dabei legen wir viel Wert auf Qualität, Handwerk und Handarbeit.“

Durch den anderen Standort gebe es aber auch neue Herausforderungen, gerade in der Organisation. „Sonst können sich die Besucher im Biergarten aufwärmen, dieses Jahr werden wir ein Zelt aufbauen“, nennt Breuer-Müller ein Beispiel. Auch die Anordnung der Buden müsse neu überlegt werden: „Das kann für den Besucher aber auch positiv ausfallen, alles wird schön zentral und kuschelig werden.“

Auch das Maiblütenfest soll im kommenden Jahr auf dem Carlsplatz stattfinden und sich über die Carolus-Magnus-
Straße erstrecken. „Dabei wird die Kirmes allerdings nicht in gewohnter Form stattfinden können“, so Hunscheid. Einige Fahrgeschäfte würden nicht auf die Straße passen. „Das Maiblütenfest ist ein Familienfest, da gehören Kirmes und Karussell einfach dazu“, ist sich Breuer-Müller bewusst. „Trotz der Einschränkungen versuchen wir daher, die Geschäfte so umfangreich wie möglich zu gestalten.“

Die Vorsitzende sieht insgesamt im Aktionskreis Pro Übach Verbesserungspotenzial in der Kommunikation und der Vernetzung mit anderen Gewerbetreibenden und den Vereinen vor Ort: „Aber wir arbeiten daran.“ Ein erster Schritt sei die neue Internetseite, diese befindet sich aktuell noch im Aufbau. „Unser Ziel ist es, dass sich unsere Mitglieder auf dieser Seite präsentieren können“, so Breuer-Müller. Sie weiß um die Schwierigkeiten kleinerer Unternehmen in der digitalen Welt: „Der Internetauftritt wird meist stiefmütterlich behandelt. Einige Mitglieder sind online gar nicht zu finden.“ Auch der Aktionskreis sei bisher nur auf Facebook präsentiert. „Mit der Internetseite erreichen wir aber auch eine andere Zielgruppe“, hofft Breuer-Müller. Dort sollen auch die Feste beworben und Termine verbreitet werden. Im November soll die Seite fertig sein, der Aktionskreis Pro Übach ist dann online unter www.aktionskreis.herm-ferm.de zu finden.

Aktuell sind 70 Mitglieder im Aktionskreis organisiert. „Die Zahl steigt stetig langsam, es gibt zwar Schließungen, aber die Neueröffnungen können das mehr als kompensieren“, verrät Jürgen Hunscheid.

Um die Vernetzung und den Austausch voranzutreiben, wurde im März ein Unternehmerstammtisch gegründet. Eingeladen zu diesen regelmäßig alle zwei Monate stattfindenden Stammtischen sind ausdrücklich nicht nur Gewerbetreibende aus Übach, sondern auch die Kollegen aus Palenberg und darüber hinaus die Selbstständigen aus den Nachbarstädten. „Eine Mitgliedschaft im Aktionskreis ist nicht notwendig“, betont Breuer-Müller.