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40 neue Parkplätze für Autos in Übach-Palenberg

Gute Nachricht für genervte Autofahrer : Stadt baut 40 neue Parkplätze

Lisa Brinkmann ist genervt: „Dreimal bin ich durch die halbe Stadt gefahren, bis ich endlich einen Parkplatz gefunden hatte.“ Dabei wollte die junge Mutter in Übach eigentlich nur kurz zur Bank und für ihre Tochter eine Kugel Eis besorgen.

„Freitags ist es besonders schlimm, da machen viele ihre Erledigungen“, hat sie beobachtet. „Und die Situation wird durch den Umbau noch schlimmer werden. Das ist doch so kein Zustand.“

Auch im Rathaus war die angespannte Parkplatzsituation in dieser Woche Thema. Im Ausschuss für Bauen, Stadtentwicklung und Ordnung wurde über das Parkraumkonzept diskutiert. Die Umsetzung ist ins Stocken geraten. Zwar konnte die Parkfläche in der Lessingstraße im November 2018 fertiggestellt werden, „hier wurden bilanziell acht neue zentrumsnahe Parkplätze geschaffen“, so Bauamtsleiter Peter Steingass, doch aufgrund der Bautätigkeit am Boardinghouse sowie der zusätzlichen Errichtung eines Mehrfamilienhauses in der Nachbarschaft konnte die Verbreiterung der Parkstände an der Friedrich-Ebert-Straße mangels Vereinbarkeit und ausreichendem Arbeitsraum bis dato noch nicht in Angriff genommen werden.

Durch die Neugestaltung des Rathausplatzes fallen nun bald zusätzlich 40 Parkplätze in der Innenstadt weg. „Daher würde ich empfehlen, die Planung der Parkplatzanlage am Fuße der Halde an der Friedrich-Ebert-Straße weiter voranzutreiben“, so Steingass. Zwar seien die Parkplätze dort durch die örtliche Gelände- und Bodensituation mit verhältnismäßig hohen Baukosten pro Stellplatz verbunden, „aber mit 40 neuen Parkplätzen könnten wir exakt das entstehende Defizit durch den Umbau vor dem Rathaus ausgleichen“. Die Verwaltung kalkuliert mit Baukosten von 360.000 Euro, ein Stellplatz würde an diesem Standort somit 9000 Euro kosten. Dafür soll dann ein Bypass mit beidseitigen Parkständen in Schräg-Aufstellung parallel zur Friedrich-Ebert-Straße angelegt werden.

„Das Problem der Parkplätze verfolgt uns schon lange und wurde durch wünschenswerte Entwicklungen nun noch verstärkt“, eröffnet Alf-Ingo Pickartz (SPD) die Diskussion. Er erkennt die schwere Situation an, in der sich die Stadt durch die hohe bauliche Dichte befindet, kritisiert allerdings ihre bisherige Umsetzung: „An der Lessingstraße werden die Parkplätze vor allem von den Anwohnern und dem dortigen Pflegedienst genutzt.“ Die Verwaltung verweist allerdings auf ein Gespräch mit dem Pflegedienst. Seitdem würden die Autos der Mitarbeiter dort nicht mehr parken.

Der Umbau am Rathausplatz ist gestartet. Aktuell wird der alte Brunnen angerissen. Er muss für die neue Straßenführung weichen. Foto: ZVA/Michèle-Cathrin Zeidler

Josef Fröschen (CDU) spricht sich für die 40 neuen Parkplätze an der Halde aus. „Sie sind zwar nicht günstig, aber zentrumsnah. Wir sollten dann allerdings über eine Fußgängerquerung für die Friedrich-Ebert-Straße an dieser Stelle nachdenken.“ Dieser Vorschlag erhält Zustimmung im Ausschuss, die Verwaltung will diese Anregung mitnehmen und mit Straßen NRW darüber verhandeln.

„Wir sind generell nicht dafür, Flächen für Parkplätze zu betonieren, aber in diesem Fall sehen wir ebenfalls die dringende Notwendigkeit“, so Brigitte Appelrath (Grüne). Gleichzeitig sehe sie bei diesem Standort den Vorteil, dass sowohl Erledigungen im Rathaus, als auch Einkäufe am Wasserturm zu Fuß machbar seien: „Dadurch vermeiden wir ein hin und her Fahren.“

Mehrheitlich sprach sich der Ausschuss schließlich dafür aus, die Planung für die Anlegung eines Parkplatzes am Fuß der Halde an der Friedrich-Ebert-Straße weiter zu verfolgen. Bis die neuen Plätze fertig sind, empfiehlt Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch, die Parkplätze entlang der Friedrich-Ebert-Straße und die neuen in der Lessingstraße zu nutzen: „Auch im Schwimmbad gibt es sonst oft noch freie Parkplätze.“