Übach-Palenberg: Stadtprinzenpaar stellt sich vor

Stadtprinzenpaar mit Leib und Seele : Der Traum vom Prinzenwagen geht nun in Erfüllung

Prinzessin Gerda und Prinz Andreas (Steinmetz) sind das amtlierende Übach-Palenberger Stadtprinzenpaar. Nach zahlreichen Auftritten stehen sie schon mit beiden Beinen fest in der Session. Beim Straßenkarneval wird sich dann bald noch ein Kindheitstraum erfüllen.

Gerda Steinmetz ist ein „Merksteiner Mädchen“, wohnt in Geilenkirchen, gehört der Karnevalsgesellschaft Lustige Marienberger Jekke an und fungiert zusammen mit ihrem Mann Andreas im Namen der Karnevalsgesellschaft Frelenberger Esel als Stadtprinzenpaar der Stadt Übach-Palenberg. Andreas I. hat seiner Gerda damit einen Kindheitstraum erfüllt.

„Ich bin ein Karnevalsjeck“, sagt Gerda Steinmetz, schon als Kind habe sie beim Karnevalszug am Straßenrand gestanden. Schon damals habe sie zu den bunt geschmückten Wagen aufgeschaut und gedacht: „Da möchtest Du auch mal mitfahren.“

Dieser Wunsch, „mal mitzufahren“, hatte sich zwar schon bei den Marienberger Jekke erfüllt, wo sie mehrfach auf dem Wagen der KG, der sie seit 19 Jahren angehört, Karneval feierte. Doch nun als Prinzenpaar und sogar als Stadtprinzenpaar auf dem Prinzenwagen den Karneval zu genießen, das wird wohl ein Erlebnis werden, das die Kindheitsträume mehr als erfüllen wird.

Seit 30 Jahren lebt das Ehepaar Steinmetz schon in der Kreuzstraße in Geilenkirchen. Beide haben ihre Vereinswurzeln aber in Übach-Palenberg. Andreas war viele Jahre bei der Palenberger St.-Peter-und-Paul-Schützenbruderschaft aktiv. Gerda Steinmetz ist bis heute Mitglied der St.-Franziskus-Schützenbruderschaft Marienberg. Die Schützen waren maßgeblich an der Erfüllung von Gerdas Kindheitsraum beteiligt:

Marcel Derichs heißt der Mann, der den Stein ins Rollen brachte. Derichs ist Präsident der KG Frelenberger Esel und kannte Andreas Steinmetz gut aus der Zeit, als Andreas Steinmetz noch bei den Palenberger Schützen mitzog und Derichs bei der Frelenberger Bruderschaft. „Die Gerda wollte das immer schon mal machen“, hatte Andreas Steinmetz beim Gesprächsthema „Wer wird Prinzenpaar in Frelenberg?“ fallen lassen. „Gut“, hatte Derichs geantwortet, „das kriegen wir hin.“

Inzwischen haben Prinzessin Gerda und Prinz Andreas I. schon 15 Auftritte als Stadtprinzenpaar der Frelenberger Esel absolviert. Die Marienberger Jekke hatten netterweise ihre Gerda für ein Jahr beurlaubt. Große Auftritte kennt Gerda Steinmetz zwar schon als Schützenkönigin. Dreimal hatte sie den Vogel schon abgeschossen, Andreas bei den Palenberger Schützen einmal. Doch mit der Stadtprinzenschaft sei die Schützenkönigin nicht zu vergleichen, schwärmt Gerda Steinmetz. Zum einen sei die Anzahl der Auftritte als Prinzenpaar sehr viel höher. Und Karneval sei intensiver, haben beide festgestellt. „Die Karnevalisten sind einfach fröhlicher“, sagt Gerda Steinmetz. Und Andreas ergänzt: „Die Kameradschaft ist toll, wir sind eine große Gemeinschaft.“

Als ehemaligen Taxi- und Busfahrer kennen viele Frelenberger Andreas Steinmetz. Nun als Stadtprinz lernen ihn auch noch die restlichen kennen. Die heiße Phase des Karnevalstreibens ist gerade erst angelaufen. Die Karnevalsumzüge werden der krönenden Abschluss der Session sein. Gerda und Andreas Steinmetz sind dabei, die nötigen Kamelle einzukaufen.

Schokolade, Bonbons und Gummibärchen („Ich werfe nichts, was ich nicht auch essen würde“, sagt die Prinzessin) sowie Stofftiere, ob als Entchen, Delfin oder Raupe, stehen bereit für die Umzüge in Marienberg, Windhausen und Scherpenseel am Sonntag sowie für den großen, zentralen Rosenmontagszug in Übach-Palenberg. Der Rosenmontagszug wird sicherlich vier Stunden dauern. „Die Leute sollen ruhig Säcke mitbringen“, scherzt Prinz Andreas I., Kamelle sind ausreichend vorhanden.

An der richtigen Wurftechnik wird es auch nicht mangeln. Das Stadtprinzenpaar ist schließlich aktiv im Dartsport.

Nach dem Rosenmontag kommt unweigerlich der Aschermittwoch, dann ist ja bekanntlich alles vorbei. Gerda Steinmetz ist aber schon jetzt so begeistert vom ganzen Geschehen rund um den Karneval und das Prinzenpaar, dass sie sich vorstellen kann, irgendwann noch einmal Prinzessin zu sein; dann aber wieder mit einem neuen Kleid, extra maßgeschneidert. Prinz Andreas I. schmunzelt beim Kleiderwunsch seiner Frau. Aber er wird ihr sicherlich auch diesen Wunsch erfüllen, wenn es mal soweit ist.