Übach-Palenberg: Übach-Palenberg: Schwarze Zahlen, graue Straßen?

Übach-Palenberg: Übach-Palenberg: Schwarze Zahlen, graue Straßen?

Schon wieder abgeholzte Bäume? Ganz recht. Nachdem sich Anfang der Woche eine Leserin über Kahlschlag bei Burg Trips in Geilenkirchen geärgert hat, geht es dieses Mal um Übach-Palenberg. Und um die Frage, ob eine Stadt zum Erreichen von schwarzen Zahlen graue Straßen in Kauf nehmen sollte.

Das Thema kam am Dienstag im Bauausschuss auf, im Kern drehte sich die Diskussion um eine strittige Aussage von Helmut Mainz, auf die die SPD sich berief. Der Erste Beigeordnete soll gesagt haben, dass die Bäume in der Lessingstraße allein aus dem Grund gefällt worden sind, um der Stadt die Kosten für die Pflege zu ersparen.

Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch sagte am Dienstag zwar, dass er seinen Stellvertreter so nicht verstanden habe. Einen wahren Kern hat die Sache aber doch. So bestätigte Mainz zumindest, dass von der Verwaltung „ein extremer Rückschnitt angewiesen“ worden sei, „damit wir die nächsten Jahre Ruhe haben“. Bäume komplett zu fällen war damit zwar nicht gemeint. Wenn aber dieser Tage das ein oder andere Gewächs einen arg gerupften Eindruck macht, ist dies auch ein Resultat der maroden Stadtfinanzen.

Während Walter Junker für die CDU zu verstehen gab, dass er die Dringlichkeit des Themas nicht sehe („Da wird wohl das Haar in der Suppe gesucht“), griff Sozialdemokrat Heiner Weißborn in diesem Zusammenhang auch den Bürgermeister an. „Sie beteiligen sich doch jedes Jahr an Baumpflanzaktionen.“ Es könne wohl „nicht Sinn der Sache“ sein, dann an anderer Stelle die Säge anzusetzen.

Jungnitsch verwies darauf, dass Bäume auf dem freien Feld nicht gleichzusetzen seien mit Bäumen im Straßenraum, die nunmal mitunter auch eine Behinderung oder gar Gefährdung von Fußgängern und Verkehr darstellten. Dennoch verschloss er sich dem Thema nicht. „Ich halte es zwar für schwierig, über jeden einzelnen Baum zu diskutieren. Aber eine Grundsatzdiskussion können wir ja führen.“

Das bedeutet: Fortsetzung folgt.

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