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Palenberg: „Übach-Palenberg schämt sich für den Bahnhof”

Palenberg : „Übach-Palenberg schämt sich für den Bahnhof”

„Übach-Palenberg schämt sich für diesen Bahnhof”: Was viele Bürger schon lange denken, wird künftig auch öffentlich zum Ausdruck gebracht.

Nachdem der Bewilligungsbescheid für den Umbau der Gleis- und Signalanlagen, sowie der Schaffung einer neuen Fußgängerunterführung bereits 2001 erging, sollte inzwischen eigentlich alles fertig sein.

Gerüchte

Doch wie wir schon Ende letzten Jahres berichteten, hat sich, außer einem unansehnlichen und nicht immer witterungsfesten Bauzaun und einem hölzernen Provisorium zur Fußgängerunterführung bislang nichts getan.

Um nun Gerüchten entgegenzutreten, über die beispielsweise SPD-Fraktionschef Heiner Weißborn im Stadtentwicklungsausschuss am Mittwoch berichtete, startet die Stadt nun eine Plakataktion.

„Die Leute erzählen immer, da hat die Stadt ein tolles Jugend- und Seniorenzentrum am Bahnhof hingebaut, und an den Gleisen ist ihr das Geld ausgegangen”, wusste Weißborn zu berichten.

Um nun auch nach außen ganz deutlich zu machen, dass die Bahn AG am optischen Zustand des Palenberger Bahnhofs Schuld ist, werden dort überall künftig Plakate mit der Aufschrift „Übach-Palenberg schämt sich für diesen Bahnhof, Verantwortlicher: Die DB, Beschwerden an Hartmut Mehdorn” hängen.

Unter dieser plakativen Überschrift finden beschwerdefreudige Bahnkunden auch die Anschrift, Telefonnummer und e-mail-Adresse des Bahnchefs.

Die Idee zu diesem Plakat stamme aus Bielefeld, berichtete der Beigeordnete für Planen und Bauen, Volker Schlüter, dem Ausschuss.

Und er legte gleich auch einen auf erneute Anfrage der Stadtverwaltung offenbarten Zeitplan der Bahn vor.

„Saustall”

So soll der vor dem Abbau des jetzigen und nach Ansicht der Bahn überflüssigen Gleises 3 die Signaltechnik auf Prozesssteuerung umgestellt werden, allerdings erst 2005 oder 2006.

„So wird es Änderungen beim Durchgang und den Rückbau des Gleises 3 definitiv erst 2006 geben”, schloss Schlüter.

So lange wird es wohl noch laut Ansicht Schlüters „katastrophal” aussehen, doch zumindest soll den Bahnkunden jetzt klar werden, wer für diesen nach den Worten von Heiner Weißborn „Saustall” verantwortlich ist.