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Übach-Palenberg: Neujahrskonzert der evangelischen Chorgemeinschaft

Evangelische Chorgemeinschaft : Neujahrskonzert mit beeindruckenden Titeln und ungewöhnlichen Instrumenten

Eine bravouröse Leistung von Sängern und Instrumentalisten war das weihnachtliche Neujahrskonzert der „Chorgemeinschaft der evangelischen Kirchengemeinde Übach-Palenberg“ in der Erlöserkirche. Die Besucher waren begeistert.

Mit besonderen Höhepunkten wartete die „Chorgemeinschaft der evangelischen Kirchengemeinde Übach-Palenberg“ in ihrem „Weihnachtlichen Neujahrskonzert“ in der Erlöserkirche auf: Nicht nur waren die Instrumente teils ungewöhnlich, auch die Titelauswahl beeindruckte.

Am Orgelpositiv, einer transportierbaren, mechanischen Pfeifenorgel mit authentischer Klangfarbe, zeigte Thomas Gottschalk, Dozent an der Kölner Musikhochschule, sein virtuoses Spiel. Ebenso brilliertne an der ersten Geige Anne Heesen, an der zweiten Geige Beatrix Göbbels und am Cello Volker Seebode – alle drei sind Mitglieder des Sinfonieorchesters der Städteregion Aachen „Sinfonietta Regio“ – sowie an der Querflöte Birgit Neujahr, Mitglied der „Aachener Zollkapelle“.

Zudem konnte Dirigentin Regine Rüland mächtig stolz sein auf die bravouröse Leistung ihrer sorgfältig einstudierten, gemischten Chorgemeinschaft. Diese ist quasi ihr erwachsen gewordenes „Baby“, das sie vor 21 Jahren ins Leben rief und mittlerweile auf 25 Mitglieder anwuchs. Die Solisten Annukka Hildermann, Dagmar Windmüller und Frank Schneider sorgten tonschön für weitere Glanzlichter dieses Konzerts.

Pfarrer Christian Justen, selbst Chormitglied, begrüßte die zahlreichen Gäste und erklärte: „Der 1. Januar ist der Tag der Namensgebung und Beschneidung Jesu, der als Jude aufwuchs. Es tut gut, sich in heutiger Zeit daran zu erinnern, dass nicht alles christlich ist!“

Mit der Sonate von Mozart in C-Dur, KV 336, umschmeichelten die Instrumentalisten nun die Ohren der Musikfreunde. Max Filkes Messe in G-Dur, op. 80, entrückte sie gar mit engelsgleichem Gesang in fast himmlische Sphären. „Mit den Proben für diese Messe haben wir schon Anfang 2018 begonnen, da sie dem Chor völlig fremd war“, betonte die Dirigentin. Tosender Applaus von Anfang an würdigte die beeindruckende Leistung aller.

Teils jubilierend, teils beruhigend, fast einlullend, so dass viele Zuhörer entspannt die Augen schlossen, faszinierte danach Birgit Neujahr mit dem 1., 3. und 4. Satz aus Händels Flötensonate a-moll, HWV 362, sensibel begleitet von Regine Rüland am Orgelpositiv. Ebenso berührend interpretierte der Chor „Das Wort ward Fleisch“ von C. Dedekind und „Es ist ein Ros‘ entsprungen“ von P. Horn.

Andrea Rüland, Tochter der Chorleiterin, las im Anschluss nachdenkliche Worte zu dem folgenden „In Circumcisione Domini“ von M. Charpentier, das die Beschneidung thematisiert. Feierlich und, wie bei allen Liedern, bemerkenswert wortverständlich, ging es weiter mit Luthers „Vom Himmel hoch“, Satz: R. Rüland, und G. Kronenbergs fröhlichem „Hirten, habt ihr es gesehen“.

Wiederum las Andrea Rüland einen besinnlichen Text, der von einem Krippenspiel handelte, worin Menschen Jesus ungewöhnliche ideelle Geschenke darboten. Die „Himmlische Freude“, Satz: N. Feibel, und Händels „Dank sei dir, Herr“ flutete sodann lieblich und tonschön das Kirchenschiff, während „Stimmt an dem Herrn“, Satz: A. Krupp, lebhaft einher kam, einfühlsam und souverän dirigiert, wie alle Titel, von Regine Rüland.

Mit jubelndem „Halleluja“ klang C. Mawbys „Hodie Christus natus est“ aus, und das feierliche „Herbei, o ihr Gläub‘gen“, Satz: G. Buckland, setzte einen glanzvollen Schlusspunkt, bei dem auch das Publikum mitsingen durfte.

Selbstredend, dass sich der Chor nicht ohne Zugabe verabschieden durfte, von den Gästen in wahren Begeisterungsstürmen erklatscht. Zusammen mit den Akteuren durften sie das prächtige Konzert bei einem Sektempfang im Gemeindesaal ausklingen lassen.

Wer im Chor mitsingen möchte, kann gerne zu den Proben kommen: Ab Februar dienstags von 20 bis 21.30 Uhr im Saal der Erlöserkirche. Informationen gibt es bei Regine Rüland unter 02404-82863.