Übach-Palenberg - Übach-Palenberg: Eintrittsgelder für Hallenbad wieder runter

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Übach-Palenberg: Eintrittsgelder für Hallenbad wieder runter

Von: Wilfried Rhein
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Ein teueres Vergnügen, das Sc
Ein teueres Vergnügen, das Schwimmen im Hallenbad zum Ganztagstarif. Die Gebührenstaffel zu ändern, ist die Stadt Übach-Palenberg bereit. Der Rat wartet auf aktuelle Zahlen. Foto: Markus Bienwald

Übach-Palenberg. Was man alles machen kann im Ü-Bad findet großen Anklang. Und die Sauberkeit in der Sauna, die wird ebenfalls mit „gut bis sehr gut” bewertet.

Dieser Qualitätsstatus kommt auch bei der Beurteilung des Personal der städtischen Einrichtung in der Dammstraße zustande. Alles gut? Nicht ganz: Beim Thema Eintrittspreise reagiert der Befragte sauer. Und er lässt es über die Häufigkeit seiner Besuche dort offenkundig werden.

Der Rat der Stadt will sich kommende Woche wieder einmal grundlegend mit dem Stichwort befassen. Denn was die jüngste Befragung der Gäste, gleich Kunden, erbracht hat, verlangt nach Reaktion der Stadt. Im Hauptausschuss kamen sich Verwaltung und Politik schon ordentlich nahe. „Freude auf neue Zahlungsmodelle” für die Badbenutzung trägt Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch aber jetzt schon in sich.

Maria Hermanns trug die Auswertung dessen vor, was der gut 30-prozentige Rücklauf der Fragebogenaktion aus Dezember/Januar erbracht hatte. Von der Rutsche bis hin zu Aqua-Fit-Kursen werden die Angebote gerne genutzt, hieß es darin. Da könnte man noch mehr wagen, meinten die Teilnehmer. Mehr Spielstunden zum Beispiel oder „Mutter-Kind-Kabinen”, also solche mit größeren Ausmaßen.

Deutlich mehr als die Hälfte der Befragten kritisierte allerdings die Höhe der Eintrittspreise in Bezug auf das Leistungsverhältnis. In einem Satz: Warum für einen ganzen Tag bezahlen, wenn man durchschnittlich nur zwei bis drei Stunden im Hallenbad ist? Solle man folglich einen Gebührentarif für Kurzbesucher schaffen? Bäder in Nachbarstädten hätten das schon, informierte Maria Hermanns.

Verwaltungschef Jungnitsch steuerte zu, dass man daran denke, während der Sommerferienzeit die Halle grundsätzlich zu schließen, auch keine Ausnahmen bei miesem Wetter zuzulassen, stattdessen den Betrieb ganz auf das Freibad zu lenken. Das bringe Vorteile beim Personaleinsatz wie einen Fixtermin für die jährliche Grundreinigung.

Im Vorjahr zahlten „bei starkem Besucherrückgang” die Bädergäste rund 160 000 Euro in die Kasse. Wobei jedoch eine harte und lange Winterphase mit beigetragen habe, meinte Bäderchefin Sabine Maass.

Egal wie: „Wir müssen die Eintrittspreise wieder sozialer gestalten”, forderte SPD-Fraktionsvorsitzender Heiner Weißborn eine Reduzierung. Auf Grund der falschen Entscheidung in der Vergangenheit, die Gebühren anzuheben, habe man eigentlich „Geld verschenkt”, so der Sozialdemokrat. Und er wollte Zahlen hören, ob eine Hallenschließung im Sommer wirtschaftlich geprüft worden sei. Ebenso schien ihm unklar, wie man eine zeitlich begrenzte Schwimmzeit in der Halle kontrollieren könne.

Ein weiterer Gedanke des SPD-Sprechers war der, die Familienkarten auch für Wochenenden freizuschalten. Gar nicht mehr mit dem herkömmlichen Familientarif zu arbeiten war dem entgegen Vorschlag der Verwaltung. Es sei viel Missbrauch - vor allem an Sonntagen - betrieben worden, warf Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch ein. Bildhaft: „Sie erleben da gleichgeschlechtliche Paare mit Sechslingen.”

„Wenig erbaulich”

Das führe auch zu Diskussionen mit den Badbesuchern, bedauerte Sabine Maass. Diese Gespräche verliefen „wenig erbaulich”. Heiner Weißborn versuchte Verständnis dafür zu finden, dass dies offenbar eine Folge der „exorbitant gestiegenen Eintrittspreise” sei. „Eher nicht”, vermutete Sabine Maass, sondern ein „menschlicher Faktor” der Vorteilssuche.

Änderungen der Bädertarife wünschte sich auch Corinna Weinhold, UWG-Sprecherin, für den Tag der Abstimmung im Rat. Aber mit dem Zusatz, nach einem Jahr zu prüfen, welche Entwicklung die Versuche genommen haben.
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