Geilenkirchen: Theatergruppe Beeck präsentiert den „Club der Pantoffelhelden“

Geilenkirchen : Theatergruppe Beeck präsentiert den „Club der Pantoffelhelden“

Mitte November ist es soweit, und der Vorhang der Theatergruppe Beeck öffnet sich für deren neuste Komödie „Club der Pantoffelhelden“ von Hans Schimmel. Neun Mitglieder der agilen Truppe wollen schauspielernd die Lachmuskeln der Zuschauer strapazieren — Muskelkater nicht ausgeschlossen.

Regisseurin Gerda Ollertz agiert wie eine Dompteurin, um die zwischen 18 und 68 Jahre alten Darsteller im Zaum zu halten. Schon bei den Proben durfte herzhaft gelacht werden, und immer wieder gab es spontanen Zwischenapplaus von unbeteiligten Beobachtern.

Alles ist selbstfinanziert

„Die Darsteller wechseln jedes Jahr — wir haben genügend Spieler“, erklärt Karin Kohnen, seit sieben Jahren erste Vorsitzende und „von Anfang an dabei“. Der 1990 gegründete Verein hat heute 50 Mitglieder zwischen 18 und 84 Jahren. Detlef Kerseboom, seit 25 Jahren Mitglied und 22 Jahre lang Geschäftsführer, betont: „Alles ist selbstfinanziert, und wir machen alles in Eigenregie.“

Geprobt wird seit Mitte Juni einmal pro Woche. „Immer das ganze Stück, alle drei Akte. In den letzten vier Wochen vor der Premiere proben wir zweimal pro Woche“, fährt Kerseboom fort. Die Bühne werde erst Ende September aufgebaut, daher müsse man vorher improvisieren.

„Proben sind überhaupt erst sinnvoll, wenn man den Text auswendig kann — und es ist sehr viel auswendig zu lernen“, erzählt Karin Kohnen. Immerhin dauere das Stück zweieinhalb bis drei Stunden, einschließlich zwei Pausen zu je 15 Minuten. Im Vorfeld hätten 15 Mitglieder 40 Stücke gelesen und sich für dieses entschieden.

200 Zuschauer dürfen pro Vorstellung in der Vereinsstätte Beeck gespannt sein auf „plappernde“ Kaffeekannen, hauswirtschaftlich versierte Ehemänner, grantelnde Ehefrauen, eine sexy Barfrau, eine neugierige Hausmeisterin und Richie, den einzigen, nach eigener Aussage, „richtigen Mann“.

Ehefrau wurde verschwiegen

Sie alle sind offensichtlich infiziert von „ansteckendem Wahnsinn“: Wenn die drei hart arbeitenden Ehemänner ihre hauswirtschaftlichen Pflichten zur Freude ihrer Gattinnen erfüllt haben, gönnen sie sich eine Auszeit in einem Nachtclub bei der attraktiven Barfrau Carmen. Doch die will ausgerechnet bei einem der „Pantoffelhelden“ wohnen, der sein liebendes Eheweib natürlich verschwiegen hat.

Hilfe kommt von Macho-Man Richie, der die Jungs mit einem ausgefallenen Training von ihrem „Joch der Unterdrückung“ befreien will. Die Hausmeisterin verkompliziert mit ihrer notorischen Neugierde das Ganze noch, so dass bald unweigerlich alles drunter und drüber geht.

Die Mitwirkenden sind: Detlef Kerseboom, Manfred Walter und Friedhelm Schmitz als Pantoffelhelden, Regina Mones, Christa Hensen und Gerda Küster als Ehefrauen, Macho Hubert Mones, Barfau Petra Weyand, Hausmeisterin Gisela Jansen und die Souffleure Carl Philipp Hensen, Anita Walter. Für die Maske sind Marie Cüster, Anna Hellenbrand und Gerda Ollertz zuständig, Regie führt Gerda Ollertz.

Die Premiere wird am Samstag, 17. November, um 20 Uhr gefeiert. Weitere Aufführungen sind Sonntag, 18. November, 15.30 Uhr, Freitag, 23. November, 20 Uhr, Samstag, 24. November, 20 Uhr, Sonntag, 25. November, 15.30 Uhr, Freitag, 30. November, 20 Uhr, und Samstag, 1. Dezember, 20 Uhr. Alle Aufführungen finden in der Vereinsstätte Beeck, Gemeindeberg 2, statt.

Karten gibt es zum Preis von acht Euro bei der Buchhandlung Lyne von de Berg, Gerbergasse 5, in Geilenkirchen, Maria Zobel, Am Weiher 20 in Beeck, Telefon 02453-2166 und bei Regina Mones, Gemeindeberg 1 in Beeck, Telefon 02453-2739.

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