Theater: Langbröker Jugend spielt "Tapferes Schneiderlein"

Junges Theater : Jugendgruppe des Langbröker Selfkanttheaters probt „Das tapfere Schneiderlein“

Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt. Das altbekannte Muster greift auch wieder im neuen Stück der Jugendgruppe des „Langbröker Selfkanttheater“ – allerdings in umgekehrter Reihenfolge.

„Das tapfere Schneiderlein“ steht auf dem Programm, und es beginnt, wie es in vielen Märchen, Geschichten und oft auch im wahren Leben beginnt, mit einer Belanglosigkeit.

Da geht die Bauersfrau durchs Dorf und bietet ihr lieblich-süßes Mus zum Kaufe an, und der Schneider greift erwartungsfroh und hungrig zu. Damit nehmen die Probleme ihren Lauf: Mus aufs Brot – Fliegen aufs Mus. Da brummt und krabbelt es, und vom leckeren Brotaufstrich ist fast nichts mehr zu sehen vor lauter Fliegen.

Das sieht nicht nur nicht aus, sondern schmeckt auch nicht. Wütend schlägt das Schneiderlein zu und kommt eine Sekunde später aus dem Stauen gar nicht mehr heraus: Ganze sieben Fliegen hat er mit einem Streich erwischt. Das ist sicherlich noch keinem gelungen, und er will die Heldentat der ganzen Welt mitteilen. Da es noch kein Facebook gab, lässt er sich „Sieben auf einen Streich“ auf seinen Gürtel nähen und zieht damit in die Welt.

Diese Geschichte auf die Bühne zu bringen, daran arbeiten die 16 Kinder des Jugendtheaters und ihr Betreuerstab seit über drei Monaten. Anfangs einmal die Woche, jetzt, in der finalen Phase, trifft man sich zweimal, um dem Stück den letzten Schliff zu verpassen.

Der König des Landes erfährt von den Sieben – ob er weiß, dass es Fliegen waren, ist nicht ganz klar. Er lässt den Schneider zu sich kommen und verspricht dem großen Helden die Hand seiner Tochter, wenn er das Land von zwei Riesen, einem Wildschwein und einem Einhorn befreit.

Anders als bei den Gebrüdern Grimm tauchen in Langbroich noch der Schneemann Olaf und zwei Pinguine auf. Diese Geschichte und das Spiel der Kinder sollten sich Theaterfreunde nicht entgehen lassen und den 24. November notieren. Da wird um 15 und um 18 Uhr in der Bürgerhalle gespielt.

Die Besetzung: Schneider: Maren Heutz; Katze: Charlotte Feindt; Prinzessin und Bäuerin: Annika Mertens; König: Jonas Mertens; Hofmarschall: Milan Keulen; Köchin: Lia Zeck; Pinguine: Laura Hausmann und Hannah Schroten; Schneemann: Pia Mertens; die Riesen: Alessia Celestino und Alina Hausmann; Einhorn und Apotheker: Tobias Dahmen; Wildschwein: Samuel Wagner; Frau Gänseklein: Paula Schütz; Frau Hasenklee: Emily Helmes und Frau Rübesan: Pia Derichs.

Regie führen Hedwig Barion und Helmut Schürkens, um die Maske kümmert sich Isabelle Schlicher und die Bühnengestaltung haben Franz-Josef Ronkartz, Dennis Scheuvens, Karl-Heinz Gossen und Jörg Jansen übernommen.

Die Karten zum Preis von drei Euro sind bei Hedwig Barion unter der Telefonnummer 02454/938549 oder an der Tageskasse erhältlich. Das Jugendtheater ist für die „große Bühne“ auch immer eine Nachwuchsschmiede. Anja Wagner, Stefanie Schröder, Sven Gossen, Sebastian Arnusch, Verena Liphardt, Sara Horrichs und nicht zuletzt der große Vorsitzende Arndt Horrichs haben im wahrsten Sinne des Wortes hier auch mal klein angefangen.

(hama)