Geilenkirchen: Teverener Heide: Post für Wolfgang Schäuble

Geilenkirchen: Teverener Heide: Post für Wolfgang Schäuble

Nach dem Kahlschlag in der Teverener Heide hat Oliver Krischer, Bundestagsabgeordneter der Grünen aus Düren, Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble als Dienst- und Fachaufsicht der Bundesforstverwaltung angeschrieben. Es sei nicht zu erkennen, wie derart großflächige Rodungen mit Flugsicherheit begründet werden können.

„Außerdem stellt sich die Frage, ob diese Rodungen überhaupt mit den Vorgaben des Waldgesetzes des Bundes und des Landes NRW vereinbar sind. Danach sind große Kahlschläge ohne besonderen Grund nicht zulässig“, schreibt Krischer. Für die Zukunft müsse sichergestellt sein, dass Maßnahmen nur den nötigen Rückschnitt betreffen und nicht wie bisher weit über das beantragte Maß hinaus Rodungsmaßnahmen durchgeführt werden.

Akteneinsicht bei der Stadt Geilenkirchen hat Jürgen Benden, Fraktions- und Parteichef der Geilenkirchener Grünen, beantragt. Bevor er weitere Schritte erwägt, will er sich zunächst mit dem Bewirtschaftungsvertrag zwischen der Stadt Geilenkirchen und der Bundesforstverwaltung auseinandersetzen. Fragen hat Benden auch an den Kreis Heinsberg als Untere Landschaftsbehörde.

So will er wissen, was der Bundesforst dem Kreis mitgeteilt hat, ob die Abholzungsmaßnahme in diesem Umfang bekannt war und, wenn ja, mit welcher Begründung der Kreis Heinsberg zugestimmt hat. „Wir glauben, dass diese Maßnahme nicht mit dem Bundesforstgesetz in Einklang zu bringen ist. Deshalb prüfen wir, welche rechtlichen Möglichkeiten wir haben, gegen das Bundesforstamt vorzugehen“, erklärt Benden und fordert „einen ökologischen Ausgleich für die Zerstörung“.

Gerne, so sagt er, will er in dieser Angelegenheit auch mit der Verwaltung und den anderen Fraktionen zusammenarbeiten. Denn: „Das Geschrei ist groß, die Wut ist da, aber das Kind ist wieder einmal in den Brunnen gefallen. Das darf nicht noch einmal passieren.“

(st)