Geilenkirchen-Teveren: Teveren hofft auch in der A-Liga auf „Waschy“

Geilenkirchen-Teveren : Teveren hofft auch in der A-Liga auf „Waschy“

Man erwartete ein heißes Finale in der Kreisliga B am letzten Spieltag. Nach wenigen Minuten war allerdings klar: Germania Teveren II lässt sich nicht die Butter vom Brot nehmen. Man feierte den Aufstieg in die Kreisliga A, und man freut sich auf diese für die Mannschaft neue Liga. Trainer Walter Marienfeld und sein Trainerteam sind seit Jahren bemüht, eine Einheit zu formen.

Bereits seit der Jugend, seit den Bambini, ist der Stamm der Mannschaft beisammen — schon da trainierte Walter Marienfeld die Mannschaft und hatte einen Traum: Mit dieser Mannschaft wollte er in den Seniorenstamm rücken und hier weiter eine Einheit sein.

Die Jugendzeit war für die Mehrzahl der Spieler mehr als reines Fußballspiel. Da gab es Trainingslager in der Türkei, Portugal oder in Rumänien. Das schweißt zusammen und bleibt unvergessen.

In der Saison 2015/16 wurde die Truppe Meister in der C-Liga, der Aufstieg zur B-Liga war geschafft. Das spricht für die Moral der Mannschaft und zeigt das Zusammengehörigkeitsgefühl nach der „Jugendzeit“.

Spielwitz und Leidenschaft

Im ersten Jahr der B-Liga schnupperte das Team schon am Aufstieg. Für die Spielzeit 2017/18 war die Marschrichtung klar definiert mit dem Ziel Aufstieg. Am Ende machte die Germania es spannend, eine Niederlage am vorletzten Spieltag beim VfL Boscheln ließ den hartnäckigen Konkurrenten des SC Selfkant hoffen — die Hoffnung war jedoch vergebens.

Der Neuling bestach im Meisterjahr durch Spielwitz und Spielleidenschaft. Mit Marcel „Waschy“ Waschlowski hat die Germania den Knipser im Team, 34 Tore der insgesamt 90 im Aufstiegsjahr gingen auf sein Konto, bisher traf „Waschy“ im Seniorenbereich 135 Mal; dabei ist der Spieler gerade 21 Jahre jung. In der Spielzeit 15/16 (Kreisliga C) erzielte der Kapitän 56 Treffer. „Die Jungens haben es verdient aufzusteigen“, so Walter Marienfeld, der keine Angst vor der neuen Umgebung hat, „ die Vorfreude der Jungs ist riesengroß.“

Das Team erhält weiteren Nachwuchs. Patrick Labus (20) kommt von Union Schafhausen II, Stefan Schmik (21) und Dardan Dervishi (23) vom FSV Geilenkirchen II. Zurück sind Mo Eggert (21) von Concordia Merkstein und Torwart Jannik Voßen (20), der sich nicht abgemeldet hatte und jetzt wieder eingreift. Kai Pennartz (22) stößt auch wieder zur Mannschaft. Damit blickt Walter Marienfeld auf 17 Feldspieler und vier Torhüter.

Ein Trainerquartett bilden zusammen mit Walter Marienfeld David Kunz, Jürgen Gottschalk und Jens Klett. Im Kader erhöht Torwart Pascal Haaren mit seinen 33 Jahren den Altersdurchschnitt enorm, mit erst 24 Jahren ist Jerome Latour der zweitälteste Spieler im Kader — das Durchschnittsalter beträgt 21,95 Jahre. Die Mannschaft verlassen haben Jannik Petersen und Jannik Karzell (jetzt Scherpenseel), Niklas Spelz (jetzt Mariadorf), Marc Eggen und Enrico Roebner (jetzt SV Kohlscheid).

„Abgesehen von Petersen hatten alle die Zusage gegeben, weiter für Germania zu spielen. 14 Tage vor Wechselfrist wurde bekannt, dass einige die Mannschaft verlassen werden“, sagt der Coach verärgert.

Neue Erfahrung

„Die ersten Trainingseinheiten haben gezeigt, dass die Abgänge auf jeden Fall ersetzt werden können. Für die Mannschaft wird es eine neue Erfahrung werden. Seit der Jugend war das Team gewohnt, die Spiele zu gewinnen. Das hatte sich auch in der Kreisliga C und B fortgesetzt. Die Kreisliga A ist natürlich ein anderes Kaliber. Wir müssen nun nicht immer das Spiel gestalten, sondern können auch mal aus der Defensive agieren und versuchen, den Gegner zu ärgern“, sagt der Cheftrainer.

Und: „Mit Calvin König, Ertugrul Kabadayi, Mo Eggert und Marcel Waschlowsky verfügt die Mannschaft über junge Spieler, die schon einige Landesligaspiele absolviert haben und dort Erfahrungen sammeln konnten“, freut sich Marienfeld über die neue Herausforderung mit Ziel „Klassenerhalt und weiter Erfahrung sammeln“.

(agsb)
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