Geilenkirchen: Telekom verlegt Kupferkabel für die 29 zu bebauenden Grundstücke

Geilenkirchen : Telekom verlegt Kupferkabel für die 29 zu bebauenden Grundstücke

Eigentlich hatte der Geilenkirchener Umwelt- und Bauausschuss keine Einwände gegen die Erschließungsplanung für die Erweiterung des Flussviertels in Hünshoven, die dann allerdings doch für eine Diskussion sorgte.

Für das Ingenieurbüro Brendt stellte Christian Brendt den Plan vor und räumte dabei auch frühere Bedenken aus, der Schwerlastverkehr während der Bauzeit könne durch die vorhandene Bebauung fließen.

Der Bauverkehr soll vom Pater-Briers-Weg (etwa bei Loherhof) aus über einen Wirtschaftsweg in das Baugebiet führen.

Keine Einwände gab es auch bei anderen Planungspunkten wie der Entwässerung (Regenwasser in das vorhandene Rückhaltebecken, Schmutzwasser in den Kanal Hünshovener Gracht) oder der Straßenplanung, die sich an der vorhandenen Bebauung orientieren soll. Auch die Kosten von 550.000 Euro oder der Zeitplan (Anfang 2015 bis etwa August des gleichen Jahres) wurden nicht diskutiert.

Für eine intensive Diskussion sorgte jedoch Brendts Hinweis, die Telekom verlege Kupferkabel, die Internetnutzern eine Leistung von 50 Mega-Bits pro Sekunde böten. Auf Anregung von Jürgen Benden (Grüne), schon jetzt Leerrohre für spätere Glasfaser zu legen, meinte Brendt, diese seien nach einigen Jahren nicht mehr brauchbar. Christoph Grundmann (SPD) wies darauf hin, dass die Internetnutzung über Glasfaser viermal so schnell wie die über Kupferkabel sei.

Das sah auch Bürgermeister Thomas Fiedler so. „Da ist etwas schief gelaufen, das werde ich hinterfragen“, sagte er und versprach, das Thema in der für die Planung zuständigen Entwicklungsgesellschaft anzusprechen. 25.000 Euro für die Kupferkabel seien ja für den Moment und für das Telefonfestnetz in Ordnung, sagte Fiedler, doch für das Internet „eine Sache von gestern“. Es müsse die Möglichkeit gegeben werden, dass die Deutsche Glasfaser in einem zweiten Schritt ihr Netz verlegen könne.

Auf die Nachfrage des Ausschussvorsitzenden Hans-Josef Paulus, warum die Deutsche Glasfaser hier noch nicht aktiv geworden sei, erklärte der Bürgermeister, das Unternehmen arbeite mit einer Nachfragebündelung. „Die 29 neu zu bebauenden Grundstücke allein tun es nicht, die kartieren größer“, sagte Fiedler. Man könne davon ausgehen, dass in absehbarer Zukunft das gesamte Flussviertel mit einem Glasfaserangebot rechnen kann.

Der Ausschuss gab bei einer Enthaltung seine Zustimmung für die Erschließungsplanung, allerdings mit der deutlichen Einschränkung, dass die Möglichkeit der Glasfaserverlegung geklärt werden müsse.

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