Geilenkirchen: „Superidee!“: Ein vielfältiger Abend mit Armin Bings und André Schmidt

Geilenkirchen: „Superidee!“: Ein vielfältiger Abend mit Armin Bings und André Schmidt

„Superidee!“ hieß ein Abend mit Songs und Gedichten von André Schmidt und Armin Bings in der Aula des Bischöflichen Gymnasiums St. Ursula. Für Armin Bings war es ein Heimspiel. Er stammt aus Gillrath und drückte in St. Ursula die Schulbank.

So ging die Premiere des neuen Programms „Superidee“ dann auch vor vielen bekannten Gesichtern über die Bühne. Ingo Rümke begrüßte im Namen der Anton-Heinen-Volkshochschule und kalauerte ein wenig: „Eine Superidee, dass Sie heute Abend hier sind.“

Vor fünf Jahren hatten André Schmidt und Armin Bings bereits ein Gastspiel in der Schule gegeben. Eine Superidee also, dem ersten einen zweiten ebenso gelungenen Auftritt folgen zu lassen. Nicht nur das Programm war neu, auch das Bühnenbild war frisch gestaltet, und zwar mit einem Totempfahl. Der spendete den guten Ton. Der markante Ghettoblaster hatte tatsächlich Marterpfahlähnlichkeit.

Schmidt zeichnete für die Songs, Bings für die Texte und Gedichte verantwortlich. Das Programm dreht sich um das Thema „Superidee“. Bings: „Wenn eine Idee großartig ist, muss das noch lange nicht heißen, dass die Welt schon bereit dafür ist.“

Bereit war die Welt offensichtlich für die Erfindung der Kartoffelchips. Bings erinnerte an das Jahr 1853, als der Koch des Hotels Moon Lake Lodge in Saratoga Springs, George Crum, dem Großindustriellen Cornelius Vanderbilt erstmalig die hauchdünnen Kartoffelscheiben vorsetzte, weil der sich über zu dicke Bratkartoffeln beschwert hatte. Die Wehmut in Bings Stimme war deutlich zu hören. Wie gerne hätte auch er mal solch eine Superidee, die den Erfinder ein Stück der Unsterblichkeit näher bringt.

Cafés und Kuchen sind das Spezialgebiet von André Schmidt. Er ist ein ausgezeichneter Gitarrist, der seine Songs, ob nun den vom stets attraktiven Cordjacket oder den vom Café Sehnsucht, stets eigenhändig begleitet. „Du bleibst noch auf einen Kaffee, und Du hoffst auf die große Idee“ lautet die Refrainzeile im Café Sehnsucht-Song. Dieses Café sei, so Schmidt, „ein Ort in mir selber“, den man real aber auch finden könne, in Köln, Gummersbach oder vielleicht sogar in Geilenkirchen?

Bestens kam beim Publikum die Geschichte zur bevorzugten Freizeitkleidung der beiden Akteure an. Bings schwört auf Jeans, Schmidt auf Jogginghose. Ein begeisterter Applaus des Publikums und die Bereitschaft, einige Lieder mitzusingen, zeugten von einem gelungenen Premierenabend.