Süggerather Spätlese erobert Selfkantkaserne

Kasernensturm : Deutsche und kanadische Soldaten haben keine Chance

Seit gut 20 Jahren stürmen die Karnevalsfreunde der Süggerather Spätlese am Altweiber-Donnerstag erfolgreich die Selfkantkaserne. Auch in diesem Jahr gelang den Süggerather Karnevalsfreunden das Kunststück, die Übermacht der Damen und Herren der Bundeswehr und ihrer kanadischen Freunde im Sturm zu überwinden.

Der Karneval hat halt doch seine eigenen Gesetze, denen sich auch Oberst Ewald Nau, der die Spitze des in der Selfkantkaserne stationierten Zentrums für Verifikationsaufgaben der Bundeswehr vertrat, nicht verschließen konnte. Recht bald schon musste der Oberst kapitulieren und dem Süggerather Narrenvolk, das von Prinz Klaus I. (Dohlen) und Prinzessin Astrid I. (Stollwerk) angeführt wurde, den Schlüssel zur Selfkantkaserne zumindest bis Aschermittwoch überlassen.

So ganz unrecht war Oberst Ewald Nau die Machtübernahme der Narren wohl nicht gewesen. Denn sogleich nach der Schlüsselübergabe legte auch er seine Uniformjacke ab, und zum Vorschein kam ein Borussia Mönchengladbach-Trikot mit dem Schriftzug Ewald I. als Rückennummer. Pünktlich um 11.11 Uhr hatte die Süggerather Spätlese mit ihrer Präsidentin Iris Derichs-Lang die Tür zum Kasino der Selfkantkaserne in Angriff genommen.

Ausgerüstet mit Konfettikanonen verschafften sich die Karnevalsfreunde Zutritt zum Foyer, wo sie zunächst von Klaus Meier im Namen der Heimgesellschaft SKK darüber aufgeklärt wurden, welche Aufgaben in dieser Session zu erfüllen waren, um die Machtübernahme zu besiegeln. Verena Rabs und Kai Printz hatten den Kasernensturm organisiert und sich ein nettes Spiel einfallen lassen, das dem Motto der Karnevalsfeier „Around the world“, denn schließlich operiert das Verifikationszentrum ja weltweit, entsprach.

Auf einer Dartscheibe hatten sie eine Karte Europas aufgeklebt und auch die Dartpfeile nicht vergessen. Prinz. Klaus I. und Prinzessin Astrid I. erahnten schnell, dass sie nun wohl den Standort Geilenkirchens mit den Pfeilen treffen sollten. Prinzessin Astrid zielte zuerst und traf recht gut Deutschland. Prinz Klaus peilte mit einem zugekniffenen Auge ganz genau auf Niederheid, und er traf tatsächlich – immerhin Luxemburg.

Oberst Nau ließ Gnade vor Recht wirken und annektierte Luxemburg kurzerhand zu Geilenkirchen. Sodann zogen die Karnevalsfreunde Süggerather Spätlese mit dem bunt kostümierten Narrenvolk der deutschen und kanadischen Streitkräfte vereint in den bunt geschmückten Saal des Kasinos ein. Auf der Bühne wurden sodann die Karnevalsorden ausgetauscht, um die freundschaftlichen Beziehung auch für die kommenden Jahre zu besiegeln.

Die Süggerather Karnevalsfreunde hatten ein kleines Showprogramm vorbereitet, das von Hubert Bergs moderiert wurde. Im Mittelpunkt des Showprogramms standen die ausgezeichneten Mariechen der Süggerather Spätlese. Das Mariechenduo Lilly und Sarah und das Solomariechen Celine boten eine Kostprobe ihres Könnens. Klaus Meier moderierte die Programmpunkte, die die Heimgesellschaft vorbereitet hatte. Getreu dem Motto „Around the world“ gab es Tanzdarbietungen, die die Zuschauer nach Kanada, Afrika, Indien und Russland entführten. Ein Highlight dieser gelungenen Fettdonnerstagsfeier war der Besuch von Captain Kirk aus dem All.

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