Geilenkirchen/Hawaii: Suche nach vermissten Soldaten wird überprüft

Geilenkirchen/Hawaii: Suche nach vermissten Soldaten wird überprüft

Im Vorfeld der erweiterten Suche nach vermissten Soldaten aus dem Zweiten Weltkrieg informiert sich derzeit ein Team vom Joint POW/MIA Accounting Command, kurz JPAC, bei der Stadt Geilenkirchen über Örtlichkeit und Umstände der Skelettfunde von US-Soldaten im November 2009 bei Süggerath.

Bürgermeister Thomas Fiedler und Wolfgang Leucht vom Friedhofsamt empfingen die drei Historiker dieser US-staatlichen Einrichtung, Dr. Kristina Giannotta, Dr. Gregory J. Kupsky und MA Nicole Rhoton, zu ersten Gesprächen im Rathaus. Zuvor waren sie bereits in ihrem Auftrag bei Schmitt in der Eifel unterwegs gewesen.

JPAC ist eine auf der Welt einmalige und vom amerikanischen Verteidigungsministerium geförderte Einrichtung, in deren forensischen Laboratorien DNA-Spuren gesichert werden. Die Analyse kann Aufschluss über die Identität eines Toten geben. Auch die beiden in einem Feld bei Süggerath gefunden Skelette von US-Soldaten wurden in das Labor nach Hawaii gebracht, die Untersuchungen dauern noch an. Erst bei einhundertprozentiger Identitäts-Sicherheit werden die Familien benachrichtigt.

Bei Kampfhandlungen im November 1944 um Geilenkirchen kamen zahlreiche Männer ums Leben. „Von dieser Schlacht werden noch 31 US-Soldaten hier vermisst”, weiß Dr. Gregory J. Kupsky.

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