Gangelt-Kreuzrath: Stark traumatisiert, aber endlich sicher vor dem eigenen Vater

Gangelt-Kreuzrath: Stark traumatisiert, aber endlich sicher vor dem eigenen Vater

Der Förderverein Seniorenzentrum Breberen hat wieder große Hilfe in Afrika geleistet: Dank des Programms „Vulnerable Children“, das der Förderverein unterstützt, haben Kinder im Norden Tansanias die Chance auf eine Zukunft — so wie die Geschwister Dyness, Nancy und Ditrick.

Seitdem Dyness, Nancy und Ditrick ins Programm „Vulnerable Children“ aufgenommen worden sind, brauchen sie keine Angst mehr vor ihrem Vater zu haben. Sie besuchen jetzt die Internatsschule in einem Kloster in Tansania.

„Vulnerable Children“ ist ein Programm der katholischen Erzdiözese Arusha im Norden Tansanias, das der Verein „Partnerschaft für Afrika“ seit einigen Jahren unterstützt. „Vulnerable“ ist Englisch und bedeutet verwundbar. Seit ihren regelmäßigen Besuchen wissen Karin und Johannes Heinrichs, Inhaber des Seniorenzentrums Breberen, das Projekt sehr zu schätzen: Es setzt sich für die Rechte der Kleinsten ein. Kinder, deren Eltern tot sind, im Gefängnis sitzen oder alkoholabhängig sind.

Dank der Spende des „Fördervereins Seniorenzentrum Breberen ist sozial — Wir fördern Kinder“ in Höhe von rund 3000 Euro konnte auch die Familie Stanslaus in das Programm aufgenommen werden: Mutter Regina (44) und ihre drei Kinder Dyness (9), Nancy (15) und Ditrick (12).

Die Spendengelder des Fördervereins werden zwei Jahre lang für die Finanzierung des Lebensunterhalts und des Schulbesuchs verwendet: Schulmaterial, Kleidung, Nahrung, Medikamente und Transport werden damit bezahlt, und die Mutter der Kinder kann dank des Geldes im Kloster untergebracht werden.

Regina Stanslaus wurde von ihrem Mann mit ihren drei Kindern alleine gelassen, nachdem er die Kinder missbraucht, sie geschlagen und mit dem Tode bedroht hatte. Die Kinder — seit den Vorfällen traumatisiert — können in der Schule kaum mithalten. Ditrick und Dyness werden das aktuelle Schuljahr wiederholen müssen. Trotzdem sind die drei im Kloster von Shinyanga, eine im Norden Tansanias gelegene Stadt, vor allem eines: sicher vor ihrem Vater.

Treibende Kraft des Programms „Vulnerable Children“ ist Ordensschwester Agreda Mosha. Sie ist ausgebildete Lehrerin und kennt die Nöte der Kinder. Dank ihres Einsatzes werden aus gefährdeten Waisen später Ärzte, Computerexperten oder Lehrer wie sie. Damit leistet Schwester Agreda Mosha nachhaltige Hilfe.

Regelmäßig werden die vom Programm geförderten Familien besucht und betreut, sowohl von den lokalen Projektpartnern als auch von „Partnerschaft für Afrika“. Alle sechs Monate berichten Mitarbeiter über den aktuellen Stand. Ziel ist es, den Kindern und Jugendlichen eine Schul- oder Berufsausbildung zu ermöglichen, damit sie auf eigenen Beinen stehen und ihre Geschwister unterstützen können.

Dyness, Nancy und Ditrick werden wohl noch etwas Zeit brauchen, um über die Vorfälle in ihrer Familie hinwegzukommen. Aber mit der Unterstützung von Agreda Mosha und etwas Geduld werden sie ihren Schulabschluss erreichen und eine Ausbildung absolvieren, damit sie, wenn sie einmal erwachsen sind, einen Beitrag zur Entwicklung der Gesellschaft leisten können.

Weitere Infos gibt es beim Förderverein des Seniorenzentrums Breberen unter www.generation-hilft.de.