Übach-Palenberg: Stadtrat will Zeichen setzen

Übach-Palenberg: Stadtrat will Zeichen setzen

Der Rat der Stadt Übach-Palenberg hat sich erneut gegen die maroden belgischen Reaktoren in Doel und Tihange eingesetzt. In einem fraktionsübergreifenden Antrag wurden am Donnerstag die Landes- und Bundesregierung dazu aufgefordert, sich gegenüber den belgischen Behörden gegen die geplante Reaktivierung der Reaktoren auszusprechen.

Außerdem solle die eigene Stadtverwaltung sich gegenüber dem Kreis Heinsberg für die Ausarbeitung eines „euregionalen Katastrophenschutzplanes“ einzusetzen und einen Sachstandsbericht über den Stand des Katastrophenschutzes vorlegen.

Hintergrund ist die Ankündigung der belgischen Regierung, die Laufzeit des 40 Jahre alten Reaktorblocks Tihange 1 ungeachtet aller Probleme um zehn Jahre zu verlängern. Ferner steht die Wiederinbetriebnahme von Tihange 2 und Doel 3 bevor — wie erst am Freitag bekannt wurde, ist es schon am heutigen Samstag soweit (siehe Titelseite). Tihange liegt nur rund 60 Kilometer Luftlinie von Übach-Palenberg entfernt.

„Wir möchten ein Zeichen dagegen setzen, dass ungeachtet zahlreicher Bedenken Fakten geschaffen werden, die dramatische Folgen für die Bevölkerung nicht nur in Übach-Palenberg haben können“, heißt es in dem von allen Ratsfraktionen unterzeichneten Antrag. „Dies möchten wir so nicht unkommentiert akzeptieren.“

(jpm)
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