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Geilenkirchen: Stadtprinz verkündet singend seine Botschaft

Geilenkirchen : Stadtprinz verkündet singend seine Botschaft

Mit dem 11.11. schlug auch die große Stunde für die Karnevalisten aus der geradezu verschworenen Dreidörfer-Gemeinschaft Immendorf, Waurichen und Apweiler.

Denn die traditionsreiche und weit über die Kreisgrenzen bekannte Karnevalsgesellschaft „Lott se loope” Immenwauweiler 1928 startet in ihre närrische 77-jährige Jubiläumssession und stellt das Stadtprinzenpaar.

Klar, dass die Tollitäten aus der „Karnevalshauptstadt” Immendorf kommen und mit dem Brauchtum eng verwurzelt sind: Rosi und Jürgen Plein werden an der Spitze der Immwenwauweiler Narrenscharr stehen und freuen sich auf eine kurze, aber umso programmreichere und stimmungsvolle Jubiläumssession.

Los geht es am Samstag mit der Proklamation durch Präsident Leo Damm, gleichzeitig Präsident des Komitees der Geilenkirchener Karnevalsvereine, und Bürgermeister Andreas Borghorst im Beisein einer riesigen Narrenschar im Saal Pongs.

Für den designierten Stadtprinz Jürgen I. und Prinzessin Rosi III. ist alles, was in Immenwauweiler Narrenlanden bereits erfolgreich gelebt wird, auch ihre ganz persönliche Philosophie von Karneval und Regierungsprogramm: Humor, Frohsinn und Zusammenhalt, Programmgestaltung mit den viel zitierten Eigengewächsen und das Einbinden des pulsierenden Vereinslebens.

Riesenpotenzial

„Wir bringen alle unter eine Narrenkappe!” betont Jürgen Plein, und Präsident Leo Damm ergänzte im Gespräch mit unserer Zeitung: „Wir haben als eine der kreisweit ältesten Karnevalsgesellschaften ein Riesenpotenzial an heimischen Kräften und sind stolz auf unsere gewachsenen Strukturen, wovon viele andere nur träumen!”

Seiner Frau Rosi, deren Eltern Gottfried und Magda Hermanns in den 60ern und 70ern das Narrengeschehen vor Ort maßgeblich prägten, ist seit ihrer Kindheit vom närrischen Bazillus angesteckt und im Frauenkarneval und der Kreation von Kostümen aktiv.

Gemeinsam mit ihr wird der zukünftige Stadtprinz Jürgen seine Philosophie von Karneval nicht mit langen Reden verkünden. „Wir sind ein singendes Prinzenpaar!” startet er den CD-Player und gibt einen kleinen Vorgeschmack: „Immenwauweiler Sirtaki, da wackelt die Baracki!” singen beide einen ihrer selbst getexteten Sessionshits zu stimmungsvollen Bouzoukiklängen. Klar, dass auch das Vereinslied zum Repertoire gehört.

Fröhliche Antrittsrede

Schon jetzt können sich also alle Karnevalsgesellschaften, die Besuch aus Immenwauweiler bekommen, auf eine fröhliche musikalische „Antrittsrede” zum Mitsingen freuen. Erste öffentliche Auftritte hatte Jürgen Plein bereits vor 22 Jahren als Mitglied der Musikparodisten „Tageblätter”, die über ein ganzes Jahrzehnt für fröhlichen Gesang und Musik mit Lokalkolorit gewürzt sorgten.

Die Band gründete sich aus den Reihen des Fußballvereins FC Rhenania Immendorf, wo Plein mehr als zehn Jahre als Jugendleiter die Vereinsgeschicke mitprägte.

Dadurch entstanden auch erste Kontakte zu seiner Frau Rosi, mit der er jetzt den Narrentrhon erklimmt und sich besonders auf die Rathausschlüssel freut. Denn nach seiner zwölfjährigen Ratszugehörigkeit kann Jürgen Plein nunmehr am ersten Februarwochenende des nächsten Jahres für vier tolle Tage die Regentschaft der Stadt übernehmen.

Mit Freude fiebern sie jetzt der Session mit mehr als 30 Auftritten sowie dem großen Rosenmontagszug als Finale und der „Verlängerung” entgegen: Am 2. Oktober 2005 gibt es einen bunten Galaabend zur offiziellen Festveranstaltung anlässlich des 77-jährigen Jubiläums.