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Geilenkirchen: St. Ursula ruft zur Demonstration auf

Geilenkirchen : St. Ursula ruft zur Demonstration auf

Eltern, Schüler, Lehrer und der Bischof protestieren gemeinsam gegen die Absicht der Landesregierung, die Eigenleistung der freien Schulträger zumindest im Jahr 2005 von sechs Prozent der jährlichen Gesamtkosten auf 7,5 Prozent zu erhöhen.

Diese Mehrbelastung der freien Schulträger bedeutet für das Bischöfliche Gymnasium St. Ursula einen finanziellen Mehraufwand von über 75.000 Euro im Jahr: „Eltern, Kinder, Lehrer und der Bischof kämpfen gemeinsam für die Sicherung der kirchlichen Schulen”, erklärte gestern Matthias Küsters, Schulleiter von St. Ursula, unserer Zeitung.

Kurzsichtige Manöver

In den vergangenen Tagen haben er und die Vorsitzende der Schulpflegschaft, Karola Brandt, die Eltern angeschrieben und zu einer Kundgebung am Donnerstag, 22. Januar, 15 Uhr, auf dem Aachener Katschhof eingeladen.

Zu dieser Kundgebung werden Schüler, Eltern und Lehrer der bischöflichen und anderer kirchlichen Schulen im Bistum erwartet. Auch die Schulleitung und die Schulpflegschaft des Geilenkirchener St.-Ursula-Gymnasiums fordern Eltern und Schüler auf, an dieser Demonstration teilzunehmen.

„Wir verlangen einen Verzicht auf diese Sparmaßnahme, durch die unsere Schulen in ihrer Existenz gefährdet werden”, erklären Matthias Küsters und Karola Brandt unisono.

Und weiter: „Die Kürzungen treffen damit gerade die Schulen und Schulträger, die den Staat seit Jahrzehnten Jahr für Jahr um viele Millionen entlasten und das Schulsystem in NRW subventionieren. Es kann nicht im Interesse unseres Landes sein, diese Schulträger durch kurzsichtige Sparmanöver zur Aufgabe ihrer Schulen zu zwingen.”

Nach PISA

Gerade nach der PISA-Katastrophe habe die Landesregierung immer wieder versprochen, im Schulbereich keine Kürzungen vorzunehmen.

„Wir empfinden die nun geplanten Kürzungen der Mittel für unsere Schulen als grobe Ungleichbehandlung und einen Vertrauensbruch.” Dass an den bischöflichen Schulen gute Arbeit geleistet werde, zeigten auch die Aufnahmewünsche.

Matthias Küsters rechnet mit einigen hundert Teilnehmern aus Geilenkirchen an der Kundgebung. „Der Bischof will zeigen, dass er zu seinen Schulen steht, und das Land dazu bewegen, dass der Hauptsponsor seinen Anteil nicht erhöhen muss”, so Küsters.

Das Bistum befinde sich in einer Finanzklemme und könne möglicherweise nicht mehr alle kirchlichen Einrichtungen halten. Allerdings geht der Geilenkirchener Schulleiter davon aus , dass die Existenz des Geilenkirchener Gymnasiums nicht gefährdet ist. Aber: „Wir sitzen alle in einem Boot. Deshalb wollen wir ein Zeichen der Solidarität setzen.”

Der Aktionskreis der Eltern von Kindern an Freien Schulen in NRW „Hände weg von unseren Schulen” hat wegen der Kürzungen der staatlichen Mittel zu einer Großdemonstration am Mittwoch, 21. Januar, 12 Uhr, vor dem Düsseldorfer Landtag eingeladen.