Gangelt-Birgden: St. Urbanus Birgden: Würdiger Schluss eines Jubelfests

Gangelt-Birgden: St. Urbanus Birgden: Würdiger Schluss eines Jubelfests

Zusammen mit Freunden blickte Birgden auf einen farbenprächtigen Sonntag im Rahmen des 300-jährigen Schützenjubiläums. Das Fest war mit einem glorreichen Festabend gestartet. Nach dem Festzug mit den Schützenfreunden aus Waldenrath und Gangelt begrüßte Präsident Hermann-Josef Peters die zahlreichen Gäste und Ehrengäste, ein herzliches Willkommen galt dem Schirmherrn und Ehrenbürger Heinrich Aretz.

In seiner Festrede blickte Peters auf die Anfänge und sah durch die Aufnahme von Schützenschwestern vor vielen Jahren eine Bereicherung für das Schützenwesen. Beeindruckend war die kurze Rede des neuen Schützenpräses Daniel Wenzel, er lobte das Schützenwesen und die Weitergabe und die Aufrechterhaltung der Ideale Glaube, Sitte und Heimat. Schirmherr Heinrich Aretz hielt eine Lobeshymne auf das Schützenleben.

Glaube, Sitte, Heimat sind die Ideale auch der Birgdener Schützen.

Der erste musikalische Gast zu früher Stunde wurde gleich der Kracher. Die Band „Workshop“ der Lebenshilfe Oberbruch ist mittlerweile Stammgast auf Birgdens Bühnen und nutzte erneut ihren Heimvorteil. Bereits zu früher Stunde entfachte Workshop ein Feuerwerk und riss das Publikum in seine Bann, es folgte eine kleine Supergala mit Zugaben ohne Ende.

Vielleicht der Höhepunkt des Abends war dann die Auszeichnung verdienter Mitglieder für ihre Verdienste in der Brauchtumspflege. „ Die St. Urbanus Schützenbruderschaft ist es, die den Auszuzeichnenden vieles zu verdanken hat. Wenn wir die Auszeichnungen heute hier bei diesem Festabend vornehmen, dann deshalb, weil wir unseren Stolz über so viel Treue und aktiven Einsatz für unsere so gute und wichtige Schützensache auch allen Anwesenden offen zeigen wollen. Wir wollen zeigen, welche Art Menschen es sind, die unsere Bruderschaften stützen“, so Dekanatsbundesmeister Ludwig Kaprot, der auf diese Worte hin Harald Bürschgens, Klaus Kohnen, Jakob Winkels, Björn Schmitz und Willi Nobis auf die Bühne bat.

Kaprot verlieh das Silberne Verdienstkreuz an Klaus Kohnen und Harald Bürschgens. Klaus Kohnen ist wie Harald Bürschgens immer da, wenn die Bruderschaft ihn ruft und zeigt handwerkliches Geschick, beide sind unter anderen beim Bau des Schießstandes ehrenamtlichen im Einsatz. Den Hohen Bruderschaftsorden erhielten Jakob Winkels und Björn Schmitz. Seit 1978 ist er dabei, er startete seine Schützenkarriere als stellvertretender Fähnrich. Winkels und Schmitz leben sehr vorbildlich das Schützenwesen. Schmitz war vor Jahren Schützenkönig und begann sein Engagement als Jungschützenmeister.

Das St.-Sebastianus-Ehrenkreuz erhielt Willi Nobis. Seit 1957 ist der Schützenbruder dabei, ein Vorbild für alle und einer der aktivsten Schützenbrüder der St. Urbanus Bruderschaft. Seit 46 Jahren gehört Willi Nobis dem Vorstand an, der Jubilar hat das Schützenwesen in Birgden mitgeprägt. Die Bruderschaft selbst nutzte den festlichen Rahmen und ehrte Hans Barion für 60 Jahre Mitgliedschaft. Auch Hans Barion hat die Schützengeschichte der letzten Jahrzehnte mitgeprägt.

Plakette des Landes

Ein weiterer Festakt war die Übergabe der Jubiläumsplakette des Landes NRW durch Landtagsabgeordneten Bernd Krückel. Bürgermeister Bernhard Tholen blickte voller Stolz auf ein sehr intaktes und vorbildliches Vereinsleben in Birgden mit rund 25 Vereinen, überall sieht Tholen eine hervorragende Nachwuchsförderung, sah hier den Grundstein für ein lebendiges Dorfleben.

Comedian Hastenraths Will schaute als waschechter Junge aus dem Ort vorbei, nahm Birgden unter die Lupe und ließ die Lachtränen fließen. Die Pley Boys hatten ein echtes Heimspiel und überraschten viele, die Band ist weiter auf dem Vormarsch. Angekommen ist hier schon Sang- und Klanglos aus dem Selfkant-Land, die Jungs waren ein würdiger Abschluss dieses Jubelfestes und brachten Birgden auch nach Mitternacht in Wallung.

(agsb)