Übach-Palenberg: SPD und Grüne fordern mehr Naturschutz im Mariental

Übach-Palenberg : SPD und Grüne fordern mehr Naturschutz im Mariental

Die Fraktionen SPD und Grüne fordern in der Diskussion um das Baugebiet Mariental, die Belange des Naturschutzes frühzeitig zu berücksichtigen. Ein gemeinsamer, dreiteiliger Antrag, den Rot-Grün kurz vor dem Wochenende an das Rathaus richtete, knüpft an einen am Dienstag im Bauausschuss gefassten Beschluss an.

Demzufolge soll die Stadt nach Möglichkeit bereits jetzt mit der Bauleitplanung beginnen, derweil sie bei der Bezirksregierung noch die Änderung des Regionalplans durchzusetzen versucht. Die Änderung des Regionalplans ist die Voraussetzung dafür, dass die Bauleitplanung überhaupt umgesetzt werden kann. SPD und Grüne hatten sich am Dienstag gegen dieses Vorgehen ausgesprochen, das eine möglichst zügige Umsetzung des Baugebiets gewährleisten soll, waren jedoch von CDU, FDP-USPD und UWG überstimmt worden.

Den nunmehr eingereichten Antrag will Rot-Grün als „Ergänzung“ zu dem Beschluss verstanden wissen. Er sieht vor, die durch den Gutachter Ulrich Haese vorgetragenen „Erkenntnisse und Vorschläge“ zu berücksichtigen. Gemeint sind sind etwa eine Freifläche unterhalb der renaturierten Kiesgrube, die Sicherung des Waldstücks und der Biotopverbundkorridor im Bereich Valkerhofstadt.

SPD und Grünen schwebt die Schaffung einer „offenen Wiesen- und Heckenlandschaft mit vereinzelten Baumschonungen“ vor, die wiederum als Verbindung zu den „Natuurmonumenten“ in den Niederlanden betrachtet werden soll. Schließlich sollen die beschriebenen Flächen, zurzeit noch Teil eines Landschaftsschutzgebietes, zu einem Naturschutzgebiet aufgewertet werden. Diese Möglichkeit hatte am Dienstag auch Gutachter Haese erörtert, auch die CDU hat bereits ins Gespräch gebracht, einen Teil der Landschaft, der nach Einschätzung des Gutachters nicht überbaut werden sollte, in ein Naturschutzgebiet umzuwandeln.

SPD und Grüne sind sich in der Grundsatzfrage nach Mariental eigentlich nicht einig. Die Grünen vertreten die Ansicht, dass im Mariental überhaupt nicht gebaut werden sollte. Die SPD hingegen erkennt zwar einerseits die Notwendigkeit zur Schaffung von Bauland im Mariental an, will andererseits aber sicherstellen, dass die Belange des Naturschutzes frühzeitig mit berücksichtigt werden. Diese Herangehensweise vermisst Alf-Ingo Pickartz, Vorsitzender der SPD, bei der CDU: „Sie hat kein ehrliches Interesse für den natürlichen Lebensraum, und sie ist nicht bereit, sich mit dem Thema sach- und fachgerecht auseinanderzusetzen.“

(jpm)