Sommerkonzert des Carolus-Magnus-Gymnasiums Übach-Palenberg

Schüler und Lehrer auf der Bühne : Ohrenbetäubender Applaus für glanzvolle Leistungen

Balladen, Popsongs und perlende Klänge am Klavier: Viel Beifall gab es für das „Sommerkonzert“ des Carolus-Magnus-Gymnasiums mit buntem Programm. Umjubelt wurde die Premiere des Lehrerchores.

„Singe, wem Gesang gegeben“ heißt es in einem Sprichwort, und auch die Lehrer des Carolus-Magnus-Gymnasiums wollten zum Sommerkonzert der Schule im Pädagogischen Zentrum (PZ) einmal zeigen, was sie gesanglich so drauf haben.

Musiklehrerin Annemarie Steinmetz, die den Chor leitete und selbst im Aachener Chor „Cappella Aquensis“ singt, verriet schmunzelnd: „Einige Lehrkräfte hatten Lust zu singen, und nach fünf Proben trauten sie sich an die Öffentlichkeit.“ Auch Schulleiter Dr. Hans Münstermann beteiligte sich – jedoch ohne eine einzige Probe, was seinem engen Terminplan geschuldet war. Da er jedoch seit neun Jahren Mitglied des „Aachener Domchores“ ist, war dies für ihn ein Leichtes.

„Stand by me“ von Ben E. King schmetterten also 16 „Pauker“ aus voller Kehle in das weite Rund des PZ – und die Anwesenden freuten sich riesig über diese überraschende Premiere und belohnten sie mit lautem Jubel und Begeisterungspfiffen.

Die Lehrerinnen Petra Owczarski und Martina Corsten begrüßten die Gäste und stellten die 17-jährigen Schülerinnen Buket Aktas und Meret Cormanns vor, die als Moderatorinnen durch das Programm führen sollten. Sie wiesen ferner darauf hin, dass Musiklehrer Thomas Cleef, der viele Stücke mit den Schülern einstudiert hatte, leider erkrankt sei und Annemarie Steinmetz ihn an jenem Abend vertrete.

Den bunten Reigen der Melodien eröffneten die 5er-Klassen, mit denen Dr. Hans Münstermann „Fly away“ von Joachim Fischer vorbereitet hatte. Er begleitete sie am Klavier, doch „die Schüler sollen nicht allein singen“, verlangte er, „bei dem Kanon ist auch das Publikum gefragt!“. Beherzt folgte es seiner Bitte, hatte viel Spaß dabei und bedankte sich mit stürmischem Applaus für den munteren Vortrag der Jüngsten der Schule.

Vier von ihnen erläuterten nun den nächsten Programmpunkt: gefilmte Schattenspiele. Im Kunstunterricht hätten sie mit Lehrerin Stephanie Kuhl Silhouetten ausgeschnitten, meist Tierfiguren, und damit Kurzfilme gedreht, sagten sie. Diese hätten sie mit Titeln aus dem „Karneval der Tiere“ von Camille Saint-Saëns aus dem Musikunterricht bei Lehrerin Annemarie Steinmetz untermalt.

Flugs an die Wand projiziert, konnten die Zuschauer nun große Augen machen und verfolgen, wie Löwen – als Schattenrisse dargestellt – durch Reifen sprangen, Elefanten so lange kämpften, bis einer – schwuppdiwupp – auf einer Palme landete oder ein verliebtes Schwanenpaar niedlichen Nachwuchs bekam, begleitet von passender Musik.

Kaum geendet und mit reichlich Beifall bedacht, kündigten Buket Aktas und Meret Cormanns textsicher die nächsten Highlights an: „Creep“ von Radiohead und „Divenire“ von Ludovico Einaudi. Mit dem ersten Lied bezauberten tonschön und gefühlvoll Hannah Eobaldt und Marie Sofie Meyer – beide aus der Q1 –, abwechselnd singend, die Besucher, wobei Hannah zudem die Melodie ihrem Klavier entlockte.

Die Darbietung wurde stürmisch beklatscht, ebenso wie die von Maximilian Kubicki: Der Q1-Schüler präsentierte sein großes Talent am Klavier und faszinierte die Gäste mit perlenden Klängen und herausragender Intonierung.

Die 8er-Klassen brachten sensibel Udo Lindenbergs wehmütige Ballade „Cello“ zu Gehör, am Klavier begleitet von Annemarie Steinmetz, während die Chor AG mit Anna Kendricks „Cup Song“ überzeugte, wobei zwei Mitwirkende zusätzlich beschwingt im Takt mit Bechern auf einen Tisch klopften. Beide Ensembles ernteten brausenden Beifall.

Coldplays fröhliches „Viva la vida“, das ebenso die Chor AG zum Besten gab, und Andra Days flottes „Rise up“, interpretiert von Hannah Eobaldt und Marie Sofie Meyer, fungierten als schwungvoller Ausklang und verleiteten die Musikfreunde gar zum rhythmischen Mitklatschen, was in einen ohrenbetäubenden Schlussapplaus mündete, der alle jungen Teilnehmer gebührend feierte.

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