Geilenkirchen: Sieben Überweisungen gefälscht

Geilenkirchen: Sieben Überweisungen gefälscht

Zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr hat das Schöffengericht Geilenkirchen unter Vorsitz von Richter Anselm Pütz einen 29-jährigen Angeklagten aus Geilenkirchen verurteilt.

Der mehrfach einschlägig vorbestrafe Angeklagte habe erneut unter dem Einfluss von Drogen Straftaten begangen.

„Außerdem wird die Unterbringung in einer Entziehungsanstalt angeordnet”, erklärte der Richter. „Er hat versucht, mit Überweisungen von Konten anderer Personen, deren Unterlagen er im Papierkorb in einer Bank gefunden hatte, Überweisungen zu veranlassen. So etwas nennt man Urkundenfälsch und ist zudem Betrug.”

Zudem sei der Angeklagte bei der Einfuhr von Amphetaminen und Mariuhuana erwischt worden. Der unter Betreuung stehende Angeklagte sei offenbar nicht in der Lage, aus eigener Kraft eine Therapie anzutreten. Durch den erheblichen Drogenkonsum von fünf Gramm Amphetaminen und drei Gramm Marihuana täglich sei der Angeklagte vermindert schuldfähig. Auch sein Geständnis spreche für ihn.

Auf der anderen Seite gebe es eine Vielzahl von Vorstrafen. Auch die Tatsache, dass sich der Angeklagte schon in Haft befunden habe, habe ihn nicht beeindruckt. „Er stand unter laufender Bewährung, deshalb ist eine Strafe von einem Jahr, wobei sich die Gewährung von Bewährung verbietet, auszusprechen”, erklärte Amtsgerichtsdirektor Pütz. Staatsanwalt Wilhelm Muckel hatte dem Angeklagten, der keinen Schulabschluss und auch keine Berufsausbildung hat, Urkundenfälschung in sieben Fällen vorgeworfen.

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