Übach-Palenberg: Seniorenverein St. Barbara Palenberg feiert 60-jähriges Bestehen

Übach-Palenberg : Seniorenverein St. Barbara Palenberg feiert 60-jähriges Bestehen

„Wir wollen heute unser Jubiläum feiern“, begrüßt Günter Wintz, erster Vorsitzender des Seniorenvereins St. Barbara Palenberg am vergangenen Samstag die Mitglieder beim Großen Seniorennachmittag mit Kaffee und Kuchen im Theresiensaal in Palenberg. Auf stolze 60 Jahre blickt der Verein in diesem Jahr zurück.

Gegründet wurde er am 1. März 1958 als Invalidenverein Palenberg. „Wir wollten nicht nur Berginvaliden und deren Frauen in unseren Reihen zählen, sondern jeden erwachsenen Bürger“, begründet Wintz die Namensänderung des Vereins vor einigen Jahren. Dabei habe man jedoch die Bergbau-Vergangenheit nicht vergessen wollen und die Heilige Barbara als Schutzpatronin der Bergleute in den Vereinsnamen aufgenommen. „Interessierte aus allen Orten können beitreten, nicht nur aus Palenberg“, informiert er.

Bei der Verlosung gibt es schöne Preise zu gewinnen, die Irmgard Mallmann und Loni Wendrich (v.r.) den glücklichen Gewinnern überreichen.

Derzeit betrage die Mitgliederzahl rund 300, 2001 seien es noch 600 gewesen. Den Grund sieht er in der Wandlung der Freizeitgestaltung, vor allem durch Medien wie das Internet. Dem stimmten viele Gäste im voll besetzten Saal zu.

Weiter berichtet der erste Vorsitzende, dass Gründervater Wilhelm Kortz 1958 mit Josef Esser, Josef Dreschers und 24 Bergleuten von Carolus Magnus die Statuten des Vereins festgesetzt hatte. Vor allem hatten sie die kameradschaftliche Vereinigung auf gemeinnütziger Grundlage sowie Neutralität im Hinblick auf politische Parteien und Offenheit für alle Religionen hineingeschrieben.

„Der erste Vorsitzende war Erwin Lang“, ergänzt Wintz seinen Vortag. Auch der damalige Bürgermeister Fred Sybertz habe diesen Posten bekleidet. Heute sind im Vorstand Günter Wintz und Helmut Mallmann als erster und zweiter Vorsitzender, Annette Beisecker als Geschäftsführerin, Manfred Wilmerod als Schatzmeister sowie als Beisitzer Loni Wendrich, Irmgard Mallmann, Käthe Kolbe, Stefan Goldmann, Helga Straßel, Peter und Marga Born, Leo Heintz sowie Herbert und Rosi Wagner.

„Wir sind auch in der Nach-Bergbau-Zeit unseren Wurzeln treu geblieben: Kameradschaft, Hilfsbereitschaft und Feiern“, hebt der Vortragende hervor. So seien Besuche bei Alters- und Ehejubilaren der Gemeinschaft üblich, und auch bei Krankenhausaufenthalten von Mitgliedern schaue man vorbei. Ebenso komme das gesellige Zusammensein nicht zu kurz, wie jährlich zwei Mitgliederversammlungen, sechs Kaffeenachmittage, der Große Seniorennachmittag und die Barbarafeier beweisen.

Urlaub am Gardasee

Besondere Höhepunkte seien die zahlreichen Tagesausflüge und Urlaubsreisen, betont Wintz. So habe man schon Antwerpen, Luxemburg, den Schwarzwald, Griechenland und das Erzgebirge angesteuert. In diesem Jahr gehe es zum Urlaub an den Gardasee.

Nach viel Beifall für den ausführlichen Vortrag brachten Loni Wendrich und Doris Hoffmann die Besucher mit fröhlichen Liedern, die zum Muttertag tags drauf passten, in Stimmung. Kaum verklungen, heizte Jochen Haupt, Dirigent der Band „Kellerasseln Revival“, den Senioren mit beliebten Schlagern und seiner Gitarre kräftig ein. Dabei wurden die Titel lautstark und textsicher mitgesungen, und alle hatten viel Spaß.

Nebenbei durften sich die glücklichen Gewinner einer Tombola mit 500 Losen insgesamt 50 Preise abholen. Dazu betätigte sich Mitglied Albert Beisecker als „Rosenkavalier“ und drückte jeder Dame zum Muttertag eine langstielige, dunkelrote Rose in die Hand.

Josef Richter (84) aus Palenberg, bereits 50 Jahre im Verein, meint zufrieden: „Ich schätze die gute Kameradschaft hier, und wenn man Hilfe braucht, bekommt man sie.“

Regina (78) und Gerhard (83) Faber aus Heinsberg sowie Maria Offermanns (84) aus Übach bekräftigen dies: „Die Gemeinschaft ist super! Das gemütliche Zusammensein, die vielen Vorträge und schönen Veranstaltungen mit Musik gefallen uns. Heute haben wir kräftig mitgesungen!“

Wer Interesse hat, Mitglied zu werden, wende sich bitte an Annette Beisecker unter Telefon 02451-43568.

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