Unwetter durchkreuzt Pläne: Segen für neues Baugebiet und zukünftige Bewohner

Unwetter durchkreuzt Pläne : Segen für neues Baugebiet und zukünftige Bewohner

Die Fronleichnamsprozession in Lindern war mehr als das, was man von einer traditionellen Feier mit dem altdeutschen Namen „Leib des Herrn“ im Kirchenjahr erwartet.

Der Pfarrgemeinderat Lindern hatte sofort und einhellig dem Vorschlag von Pastor Norbert Kaluza zugestimmt, die Feier auf einem Spielplatz am Bolleber – Neue Linner zu beginnen, und den Weg der Prozession zur Kirche durch das neue Baugebiet „Juliane-Hilgers-Straße“ nehmen zu lassen. Bei dieser Streckenwahl könne man das neue Baugebiet auch einsegnen. Aber dann kam alles anders: Blitz, Donner und Starkregen 30 Minuten vor Beginn der Prozession verwiesen die vielen Teilnehmer in die Kirche. Und dann zeigte sich, dass Änderungen oder gar Improvisation einen ganz eigenen Charme entwickeln können.

Alleine der Altarraum mit Pfarrer Norbert Kaluza, Diakon Heinz Küppers und acht Messdienerinnen und Messdienern zeigte dem hohen kirchlichen Feiertag gemäß eine große Besetzung. Der Pfarrer forderte dann auch gleich zu Beginn die individuell angetretenen Musiker, die eigentlich die Prozession begleiten wollten, auf, sich doch mit ihren Instrumenten an den gesungenen Liedern neben dem Orgelspiel zu beteiligen.

Das ließen diese natürlich sich nicht zweimal sagen und schafften mit ihrer musikalischen Begleitung schon eine nicht alltägliche Atmosphäre, die durch den Kirchenchor Lindern – einer der letzten Männerchöre überhaupt – weiter ergänzt wurde.

Kinder eingebunden

Die Erstkommunionkinder fühlten sich richtig eingebunden, als sie in Begleitung des Pfarrers, des Diakons und der Messdiener zweimal einen Umzug durch die Kirche machten.

Am Ende des Gottesdienstes kam Pfarrer Kaluza zu dem Punkt, auf den auch schon viele Linderner gewartet hatten: dem Segen für das neue Baugebiet und seinen zukünftigen Bewohnern.

Norbert Kaluza hatte sich im Vorfeld intensiv mit der Namensgeberin und der Entstehungsgeschichte der Namensgebung befasst und konnte deshalb das Thema auf den Punkt bringen: „Juliane Hilgers war ein Segen für den Ort Lindern! Und genau diesen Segen senden wir von hier aus an die Familien, die ab jetzt im neuen Baugebiet Juliane-Hilgers-Straße in Lindern bauen werden, um dann dort zu leben.“