Geilenkirchen: Segel schützt gegen Sonne und Regen

Geilenkirchen: Segel schützt gegen Sonne und Regen

Weithin sichtbar ragt seit einigen Tagen ein Sonnensegel aus der Mitte des Wurmauenparks hervor. Unter dem Schutz des zehn mal zehn Meter großen Membran-Tuches können nun Musikgruppen ihre Beiträge darbieten.

Die Errichtung des auf vier Stützpfeilern - mit Hochpunkt von sieben und Tiefpunkt von drei Metern - angebrachten „Segels” basiert auf einem Beschluss des Umwelt- und Bauausschusses vom Februar. Das Segel ist beidseitig PVC-beschichtet, es ist zudem aus wetter- und UV-Strahlen-beständigem Polyester.

Nach umfangreichen Fundamentarbeiten durch den Bauhof der Stadt Geilenkirchen in den Wochen zuvor installierte eine Spezialfirma aus Aachen die so genannte „4-Punkt gestützte Membrananlage in Antiklastischer Bauweise”. Als antiklastisch bezeichnet man gegenseitig gekrümmte Schalen oder Faltwerke.

Aufgrund des unter starker Spannung stehenden Sonnensegels mussten die tragenden Stahlstützen in bis zu mehr als einem Meter Tiefe in Beton verankert werden. Die Kosten für das futuristisch wirkende „Bauwerk”, mit einem angegebenen „Mindesthaltbarkeitsdatum” von 20 Jahren, belaufen sich auf rund 50.000 Euro.

Das Sonnensegel auf dem Forum am Wurmauensee dient natürlich auch als Unterstellmöglichkeit bei Regen, bietet aber keinen Schutz, wenn der Regen bei windigen Witterungsverhältnissen von der Seite kommt. Die Schwäne hatten sich innerhalb weniger Stunden an das „monströse Gebilde gewöhnt, obgleich es bei ihren Flugstarts ein kleines Hindernis bildet.