Übach-Palenberg: Sechs Pfarren werden vereint: Zusammenlegung als Chance

Übach-Palenberg: Sechs Pfarren werden vereint: Zusammenlegung als Chance

Zunächst sollten es nur drei sein, am Ende waren es alle sechs Pfarreien in der Stadt Übach-Palenberg, die vom Bistum Aachen zur Fusion gedrängt wurden. Ab Januar 2010 sind die rund 15.000 Katholiken der Ex-Zechenstadt eine große Familie.

St. Dionysius Übach, St. Theresia Palenberg, St. Dionysius Frelenberg, St. Fidelis Boscheln, St. Mariä Heimsuchung Marienberg und St. Mariä Himmelfahrt Scherpenseel sind dann vereint unter einem Pfarr-Namen und unter dem Glockenturm einer Hauptkirche.

Und Ostern 2010 wird gewiss in einem anderen pastoralen Rahmen stattfinden. Die Verantwortlichen in den sechs katholischen Kirchengemeinden, sprich Pfarrgemeinderäte und Kirchenvorstände, haben sich dem Verdikt von Bischof Heinrich Mussinghoff nicht nur gefügt, sondern haben ihm inzwischen eine positive Seite abgewonnen.

Warum? Christoph Nilles und Hubert Pöttgens, Pfarrgemeinderäte in Boscheln bzw. Scherpenseel, sowie Robert von Tongelen vom Kirchenvorstand in Frelenberg erläutern, wohin die Reise der Fusionierten geht.

„Wir müssen die Zusammenlegung als Chance begreifen, als einen Schritt in die Zukunft. Die synergetischen Effekte lassen sich in Zeiten, in denen Sparen angesagt ist, sinnvoll nutzen”, erklärt Pöttgens. Vor diesem Denkansatz habe sich der so genannte Fusionsrat, bestehend aus 24 Delegierten der sechs Pfarren, für die Auflösung selbiger und für die Gründung einer neuen Kirchengemeinde ausgesprochen und dies dem Bischof in einem Schreiben vom 2. Februar mitgeteilt.

Der Brief nach Aachen enthielt jedoch noch mehr Bedeutsames, das ab 2010 die Übach-Palenberger Katholiken ganz wesentlich tangieren wird: nämlich die Vorschläge, wie die Großpfarre zu heißen hat und wo das gemeinsame Gotteshaus seinen Standort haben wird.

„Als Namen für die künftige Gemeinde haben wir St. Petrus vorgeschlagen. Dabei haben wir uns von dem Gedanken leiten lassen, dass Petrus der Fels ist, auf dem die Kirche aufgebaut ist. Und auch wir sind im Zuge der Fusion dabei, in Übach-Palenberg zukunftsorientiert und im konstruktiven Miteinander Neues aufzubauen”, begründet Christoph Nilles die Namenswahl.

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