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Geilenkirchen-Teveren: Sechs Beine laufen über Stock und Stein

Geilenkirchen-Teveren : Sechs Beine laufen über Stock und Stein

Der 7. Internationale Biathlon für Diensthundeführer und Diensthunde auf der Nato-Airbase konnte mit einer Rekord-Teilnahme aufwarten.

103 Teams aus neun Nationen gingen an den Start. Das waren „satte” 19 mehr als beim jetzt eingestellten Rekord aus dem vergangenen Jahr.

Eigens für den bei deutschen und internationalen Behörden mittlerweile bestens bekannten und beliebten 8500 Meter langen „Diensthundeparcour” waren Teams aus Lettland, Ungarn, Slowenien, Frankreich, Belgien, Schweiz, Niederlanden, USA und Deutschland zu dem in Fachkreisen als „ideale Location” bezeichneten Awacs-Gelände angereist.

Die Teilnehmer rekrutierten sich aus Polizeibehörden, Bundesgrenzschutz und militärischen Einrichtungen. Einige Teilnehmer schlugen auf dem Flugplatzgelände ihre Zelte auf, andere übernachteten aber auch in Geilenkirchener Hotels.

Im Vorfeld hatte das Organisationsteam der Security Squadron mit Hans-Willi Dohmen, Jo Collaris, Wim Peeters, Jos Theunissen, Math Hensgens und Jürgen Probehai viel Arbeit in die Vorbereitungen gesteckt.

Bellen zur Begrüßung

60 weitere Helfer sorgten am „Wettkampftag” durch ihre Mitarbeit beim Aufbau, bei Absperrmaßnahmen, Beköstigung, Streckenposten und Zeitabnahme für einen reibungslosen Ablauf.

Aus 103 Kehlen der Deutschen Schäferhunde, Belgischen Schäferhunde und Riesenschnauzer drang den rund 500 Besuchern freundliches Bellen entgegen.

Für die Diensthundeführer, darunter diesmal auch neun Frauen und ihre Diensthunde, galt es die 8,5 Kilometer lange Strecke inklusive der 24 Hindernisse in möglichst kurzer Zeit zu bewältigen.

Gräben oder Reifen

Da galt es Gräben, Reifen oder Tunnel zu durchkriechen, Schwebebalken, Kletterwand und andere Hindernisse zu überwinden. Springen durch eine Fensteröffnung und Überspringen von Hürden gehörten zu den Prüfungen ebenso wie das komplette Übersteigen eines Gebäudes.

Letzteres erwies sich als besonders anstrengend, weil die Diensthundeführer ihren Hund dabei tragen mussten. Und so ein Vierbeiner brachte gut und gerne 30 bis 50 Kilogramm auf die Waage.

Der Hund musste auch einen überraschenden Überfall auf seinen Diensthundeführer abwehren. Feuchtfröhlich wurde die „Tortur” beim Durchqueren eines Teiches, dessen schlammiger Untergrund deutliche Spuren an Mensch und Tier hinterließ. Hier war in der Vergangenheit schon manchem Teilnehmer ein nicht perfekt geschnürter Schuh im Morast stecken geblieben.

Zum Wettbewerb gehörte auch noch eine Runde Fahrradfahren mit Hund an der Leine. Zwischendurch gab es eine kleine Ruhepause für den Hund, denn für „Frauchen oder Herrchen” standen Schießübungen in der Schießhalle auf dem Programm.

Nach dem Durchschwimmen eines Wasserbeckens galt es für den Hund noch einen Scheintäter durch Zufassen zu stellen, bevor das Team das Ziel erreichte. Besonders den Hunden machte der Biathlon sichtlich viel Spaß, konnten sie sich doch gemäß ihrem Naturell richtig austoben.

Nach Abschluss des Wettbewerbs war für die Teilnehmer Zeit zum Entspannen oder Fachsimpeln, bevor Oberstleutnant Wolfgang Werner kurz nach 19 Uhr die Siegerehrung in den Disziplinen Mannschafts- und Einzelwertung, schnellster Läufer und bester Schütze vornahm.