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Geilenkirchen: Schwester Maria Barbara im Alter von 84 Jahren gestorben

Geilenkirchen : Schwester Maria Barbara im Alter von 84 Jahren gestorben

Über Jahrzehnte hinweg war sie mit ihrer kaufmännischen Tüchtigkeit ohne Zweifel Motor und Managerin des Geilenkirchener Krankenhauses. Sie war in der ganzen Stadt und darüber hinaus bekannt für ihre Tatkraft und Energie, für ihre Warmherzigkeit, Fürsorge und für ihr soziales Denken.

Am Samstag ist Schwester Maria Barbara, Oberin des Geilenkirchener St.-Elisabeth-Krankenhauses und Generalassistentin der Ordensgemeinschaft der Christenserinnen, im Alter von 84 Jahren gestorben. Ihr Name ist im Bewusstsein der Bevölkerung untrennbar mit der Entwicklung des Krankenhauses verbunden. Die stellvertretende Generaloberin des Ordens war mehr als eine engagierte Ordensfrau.

Schwester Oberin Maria Barbara war eine von allen hochgeschätzte Institution. Die eindrucksvolle Bilanz ihres Schaffens zeigt ganz deutlich den Weg vom kleinen Landkrankenhaus zu einem modernen akademischen Lehrkrankenhaus: Der Bau des ersten Schwestern-Personalwohnheimes im Jahre 1956, Bau des ersten großen Bettenhauses 1958, Errichtung eines Waschhauses und einer Trafostation 1960, Bau eines zweiten Schwesternwohnheimes 1966, und der Neubau der technischen Versorgungseinheit mit Klima-, Lüftungs-, Heizungs- und Notstromanlagen, mit moderner Küche und Cafeteria 1979 bis 1982 tragen ihre Handschrift.

Der Neubau eines Bettenhauses und eines Funktionsbereiches mit Zentrallabor, Endoskopie, Ultraschalldiagnostik und einer physikalischen Therapieabteilung 1985 bis 1989, Ausbau der Bettenhäuser B und C mit Brandschutz und Neubau eines Treppenhauses 1989 bis 1991, Neubau der Marienkapelle 190 bis 1991, Neubau einer modernen Operationsabteilung mit einer interdisziplinären Intensivabteilung 1995 bis 1998 und Aus- und Neubau eines Parkplatzes in den Jahren 1999 und 2000 fielen ebenfalls unter ihre Verantwortung. Für ihr segensreiches Wirken wurde die ungemein tüchtige Frau, die bis zur letzten Stunde regen Anteil an der weiteren Entwicklung des Krankenhauses hatte, 1988 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Geilenkirchen wird die beliebte Ordensfrau und gute Seele des Krankenhauses vermissen. Mit ihrer Tatkraft, mit ihrer Energie und mit Ideen hat sie viel bewegt.

(st)