Geilenkirchen: Schwäne für die Residenz

Geilenkirchen: Schwäne für die Residenz

An Agathe, so hat er sie genannt, erinnert sich Georg Schmitz noch sehr genau. Sie lief durch die Stadt. Sie stand plötzlich vor ihm. Sie hatte Hunger. Das, was man ihr hier und dort gab, schien ihr zu bekommen.

Man sah Agathe jetzt öfters in der Innenstadt. Aber das war wirklich kein Zustand, schließlich drohten ihr auch Gefahren. Also: Zurück mit dem Schwan zum See im Wurmauenpark.

Aber das - obschon rund drei Jahre her - ist auch keine Dauerlösung. Egal für welchen Schwan, der sich der Nachkommenschaft des seit 2002 am See residierenden Pärchens der Gattung „Cygnus olor” (Höckerschwan) erfreut.

Die Konflikte entstehen in der Familie. Wer nicht abhaut, kann Probleme bekommen. Genetisch bedingt, hat sich Georg Schmitz informiert, wenn nicht gerade üppiger Lebensraum existiert. Nach einigen Monaten wünschen Vater und Mutter Schwan wieder allein in ihrem Revier zu leben. Dann kann es schon mal was mit und auf den Schnabel geben.

Dem, auch aus Tierschutzgründen, auszuweichen, kam jetzt die Anfrage aus dem Kreis Düren entgegen, zwei der aktuell vier Jungtiere auszusiedeln. Und zwar an eine romantisch gelegene Seniorenresidenz bei Nörvenich, wenngleich die Jungschwäne im typischen graugefleckten Federkleid erst Ende April im Wurmauenpark geschlüpft sind.