Gangelt-Kreuzrath: Schützen feiern in Kreuzrath: Kölsche Musik und jede Menge Tradition

Gangelt-Kreuzrath: Schützen feiern in Kreuzrath: Kölsche Musik und jede Menge Tradition

Nach Hillensberg im Juni steht nun in Kreuzrath das nächste Schützenfest im Dekanat Gangelt-Selfkant bevor. Am letzten Augustwochenende, 26. bis 29. August, startet das achte Dekanat-Schützenfest unter der Schirmherrschaft von Wolfgang Erkens. Das Motto lautet „Kreuzrath — ein Dorf in Gemeinschaft.

Die St.-Aegedius-Bruderschaft hält seit ihrer Gründung 1921 an Traditionen fest. Deshalb beginnt das Schützenfest mit dem Heimatabend am Freitagabend, 26. August, um 19.45 Uhr im Festzelt nahe dem Dorfzentrum. Für Stimmung sorgt am Kirmessamstag, 27. August, die Kölsche Band De Fruende. Einlass ist um 19 Uhr.

Karten sind für 7 Euro (Abendkasse 9 Euro) erhältlich bei Heinz Laugs, Telefon 02454/6546, und Gerd Tillmanns, Telefon 02454/939123. Der Sonntag, 28. August, sieht ab 15 Uhr den Festzug als Höhepunkt vor, ab 13 Uhr werden auswärtige Bruderschaften erwartet. Die Feldandacht ist um 14.45 Uhr. Am Kirmesmontag, 29. August, wird ab 14 Uhr auf Klompen gerockt.

Die Tradition des Schützenfestes ist lang. Schon 1929 wurde auf der Gründungsversammlung des Dekanatverbandes beschlossen, alljährlich zwei Schützenfeste durchzuführen — seitdem wird diese Tradition mehr als gepflegt. 16 Vereine waren damals dabei, nun sind es 21 Bruderschaften im Schützendekanat Gangelt-Selfkant.

Mit dabei sind auch die beiden Heinsberger Bruderschaften aus Straeten und Waldenrath. 1929 richtete Kreuzrath sein erstes Dekanat Schützenfest aus, musste dann aber wegen der Kriegswirren und dem Wiederaufbau bis 1955 warten, bis es erneut Gastgeber des Schützenfestes war. Hier wurde erstmals die neue Dekanats-Standarte ausgeschossen.

1959 wurde eine neue Schützenfahne angeschafft, diese war durch den Krieg stark beschädigt. 1960 entschloss sich die Bruderschaft, die Pfingstkirmes zu streichen. Mit Gangelt, Stahe, Hastenrath feierten weitere Orte aus der Gemeinde Gangelt zu Pfingsten ihre Kirmes, Kreuzrath wich auf das letzte Augustwochenende aus.

1971 feierte Kreuzrath das 50-jährige Bestehen der Bruderschaft. 1983 feierte Kreuzrath sein erstes Kaiserfest. Nach 1981, 1982 schoss 1983 ebenfalls Josef Laumen den Holzvogel von der Stange und wurde jeweils Schützenkönig.

Das Kaiserfest hat heute seinen festen Platz im Geschichtsbuch der Bruderschaft. Erster Schützenkönig der Bruderschaft wurde im Gründungsjahr Theodor Mengeler. Mitte der 1980er Jahre wurde das neue Vereinsheim mit Schießstand im Anbau der alten Schule in Eigenleistung erbaut.

Das fünfte Dekanatsfest in Kreuzrath im Jahre 1984 erlebte beim Heimatabend eine Überraschung. Die damals 87-jährige Katharina Pils trug ein Gedicht vor, das 74 Jahre zuvor bei der Grundsteinlegung der Kirche aufgesagt hatte.

1993 wurde erstmals eine Prinzenkette angeschafft. Erster Prinz der Bruderschaft wurde Thorsten Laugs und es der Tag der Familie Laugs, denn Vater Heinz wurde am gleichen Tage Schützenkönig. Das siebte Schützenfest der Bruderschaft Mitte der 2000er Jahre wurde zum Massenmagneten, Kreuzrath schien aus allen Nähten zu platzen.

So dürfte es auch am letzten Augustwochenende wieder sein, denn die Dekanatsschützenfeste locken die Massen an.

(agsb)
Mehr von Aachener Zeitung