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Übach-Palenberg: Schützen blicken auch in die digitale Zukunft

Übach-Palenberg : Schützen blicken auch in die digitale Zukunft

Zahlreiche Mitglieder begrüßte Vorsitzender Toni Crampen bei der Jahreshauptversammlung der St. Sebastianus-Schützenbruderschaft Übach im vereinseigenen Schützenheim am Übacher Pfarrzentrum.

Auch Bezirksbundesmeister Josef Kouchen war unter den Gästen. Auch er machte sich ein Bild von der sehr lebendigen Bruderschaft. „Wir haben uns sehr intensiv auch mit unserem vorgesehenen Internetauftritt beschäftigt“, berichtet Crampen.

„Man kann sich heute nicht mehr den sozialen Medien verschließen“, erklärte er. Es sei sicher zeitgemäß, dass ein Verein heutzutage seine eigene Internetseite erhalte. Die endgültige Fertigstellung wird allerdings noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

Informationen gab es für die Anwesenden auch über die neue Online-Mitgliederverwaltung des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften. Mit Freude nahm man dann auch zur Kenntnis, dass die Sponsorensuche durch den Vorsitzenden erfolgreich war und einige ortsansässige Unternehmen erneut als Förderer gewonnen werden konnten.

Beim anschließend aufgerufenen Tagesordnungspunkt Totengedenken gedachte man insbesondere der erst kürzlich verstorbenen aktiven Schützenbrüder Stefan Radermacher, er war amtierender Schützenkönig, und Willi Lukas-Nülle, ältester Schütze und ehemaliger Fahnenschwenker.

In seinem Jahresbericht widmete sich Toni Crampen danach sowohl den zurückliegenden, meist erfolgreichen Veranstaltungen der Bruderschaft, beschäftigte sich aber auch mit den Zukunftsperspektiven der Bruderschaft im Heimatort sowie des Historischen Schützenwesens im Allgemeinen.

„Die Aufgabe der Traditions- und Brauchtumspflege durch das Historische Schützenwesen gemäß den Idealen ‚Glaube, Sitte, Heimat‘ wird auch heute noch von einer breiten Mehrheit der Bevölkerung nicht infrage gestellt“, so der Brudermeister. Allerdings müsse man über gewisse Anpassungen und Veränderungen im Schützenwesen nachdenken, vor allem über Alt-Gewohnheiten, die heutzutage ganz offensichtlich nicht mehr zeitgemäß sind und folglich nur noch wenig Beachtung finden.

In den einzelnen Gruppen der Bruderschaft, zu denen Grünröcke, Schießgruppe, Jungschützen und die Musikgruppe Alte Kameraden gehören, werde sehr engagierte und erfolgreiche Arbeit geleistet. „Die wichtigen traditionellen Veranstaltungen der Grünröcke (Sebastianustag, Königsvogelschuss, Sommerkirmes) finden guten Anklang auch in der Bevölkerung, die personell stark angewachsene und im Schützenbezirk Geilenkirchen auch recht erfolgreiche Schießgruppe besteht mittlerweile aus sieben Mannschaften zu je fünf bis sechs Personen, auch die Schützenjugend verzeichnet erfreulicherweise Zuwächse, und die nun schon seit 15 Jahren bestehende, beliebte Trommlergruppe ‚Alte Kameraden‘ wird gerne zu ihren stimmungsvollen Auftritten auch über die Stadtgrenzen hinaus nachgefragt“, freute sich Crampen.

Für weiteren Aufschwung sei es besonders wichtig, dass zwischen den Gruppen die Zusammengehörigkeit gestärkt und die Unterstützung verbessert werde, betonte er. Besondere Erwähnung fand auch das soziale Engagement der Historischen Schützenbruderschaften in Deutschland, das in der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen werde. So wurden durch die Deutschen Schützenbruderschaften im Jahr 2016 die stolze Summe von 2,4 Millionen Euro gespendet und über 160.000 freiwillige Arbeitsstunden für soziale Einrichtungen und Institutionen aufgewendet.

Auch die Übacher Schützen beteiligen sich. Jedes Jahr spenden sie für ortsansässige soziale Einrichtungen, in diesem Jahr wird wieder einmal das Familienzentrum „Arche Noah“ in Übach berücksichtigt. Die Anwesenden stimmten zudem der vom Vorstand geplanten Neuanfertigung des Königssilbers zu.

(mabie)