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Gangelt: Schüler freunden sich mit Behinderten an

Gangelt : Schüler freunden sich mit Behinderten an

20 Schüler und Schülerinnen des Bischöflichen St. Ursula-Gymnasiums trafen sich zu ihren Besinnungstagen in den Gangelter Einrichtungen Maria Hilf.

Bereits zum zweiten Mal nahmen Schüler der Jahrgangsstufe 12 des Bischöflichen Gymnasiums das Angebot an, in dem Heim für Menschen mit einer Behinderung ihre mehrtägigen Besinnungstage zu verbringen. Den ersten Morgen verbrachten die Schüler in den Gruppen im Heimbereich.

Dort bekamen sie von den Mitarbeitern nicht nur einen Einblick in die Betreuungsarbeit von Menschen mit einer Behinderung, sondern freundeten sich mit einigen Bewohnern sogar an. Am Nachmittag wurden in Vortrags- und Diskussionsrunden verschiedene Themenschwerpunkte ausgewählt.

Bereits am ersten Tag erfuhren die Schüler mehr über Gründe und verschiedenen Formen von Behinderungen. Marlies Bukowski-Becker, Leiterin im Therapiebereich, wusste auf alle Fragen eine Antwort.

Am zweiten Tag stand der Schutz des ungeborenen Kindes im Mittelpunkt. Veronika Erfurth informierte die Schüler zu diesem Thema. Auch stellte sich Camino mit ihrer Arbeit vor. Christine Thöner und Angelika Aretz-Maaßen informierten die Schüler ausführlich.

Später trafen sich alle Schüler mit Friedel Volkmann, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit in den Gangelter Einrichtungen Maria Hilf, und Veronika Erfurth. Viele Informationen wurden nachgereicht, die vergangenen Tage wurden reflektiert, damit die Besinnungstage auch künftig den gewünschten Erfolg haben werden.

Bei allen unterschiedlichen Erfahrungen waren sich die Schüler einig. „Wir wären viel lieber länger in den Gruppen bei den Bewohnern gewesen. Wir haben uns jetzt erst richtig kennen gelernt und die Scheu verloren.” Das Zusammensein hat den Schülern viel gebracht. „Wir haben uns gewundert, wie schnell wir die Scheu vor ihnen und ihrer Behinderung verloren haben obwohl wir in eine andere Welt eingetauscht sind”, sagte Bendedikt Dreißen, einer der Teilnehmer. „

Ich überlege, vielleicht einmal in einem sozialen Beruf zu lernen. Dazu waren die Tage hier sehr hilfreich und haben mir eine Orientierung gegeben,” ergänzte Nina Schröder, die sich bereits für einen Job in den Gangelter Einrichtungen beworben hat.

Die Schüler bedankten sich beim Personal für die Zeit, die man sich für sie genommen hat. „Was uns hier so gut gefallen hat, waren die Freundlichkeit und das gute Klima untereinander. Damit meinen wir nicht nur die Behinderten, sondern auch das Personal.

Die drei Tage haben eine nachhaltige Wirkung hinterlassen. Wir wurden sogar mit den Worten, âkommt ihr Montag wiederÔ verabschiedet. Das hat uns sehr berührt. Gerne wären wir länger geblieben.” Mit diesen Worten schloss Stefanie Scheuvens die Auswertungsrunde.